Donnerstag , 6. Oktober 2022
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Ein Mann ist mit seinem Fahrzeug in eine Absperrung nahe dem US-Kapitol gefahren und hat anschließend das Feuer eröffnet. Der Mann hat sich schließlich selbst erschossen. Quelle: Patrick Semansky/AP/dpa

Schüsse vor dem US-Kapitol: Mann fährt in Absperrung und erschießt sich selbst

Washington. Ein Mann ist mit seinem Fahrzeug in eine Absperrung nahe dem US-Kapitol gefahren und hat anschließend das Feuer eröffnet. Niemand sei bei dem Vorfall am Sonntagmorgen verletzt worden, der Mann habe sich schließlich selbst erschossen, teilte die Kapitolpolizei mit. Der Mann sei gegen 4.00 Uhr morgens mit dem Auto in die Absperrung gefahren und dann ausgestiegen – daraufhin sei das Fahrzeug in Flammen aufgegangen.

Motiv weiterhin unklar

Anschließend habe er mehrere Schüsse in die Luft abgefeuert. Als die Polizei sich dem Tatort genähert habe, habe der Mann sich selbst getötet, hieß es weiter. Das Motiv des Mannes war zunächst unklar. Derzeit sehe es nicht so aus, als habe es der Mann auf die Mitglieder des Kongresses abgesehen gehabt, so die Kapitolpolizei. Diese haben aktuell Sitzungspause. Ersten Erkenntnissen nach habe auch die Polizei nicht geschossen.

Der Chef der Polizei am Kapitol, Tom Manger, sagte, der Mann habe wahllos geschossen und sei auf das Kapitol zugegangen. Die Behörden prüften, ob der Mann sein Auto in Brand steckte, denn der Zusammenstoß scheine das Feuer nicht verursacht zu haben.

Die Strafverfolgungsbehörden in den USA sehen sich derzeit einer zunehmenden Zahl von Drohungen gegenüber. Sie warnten vor Angriffen auf Regierungsgebäude, besonders, seit das Anwesen des früheren Präsidenten Donald Trump in Florida vor einigen Tagen von der Bundespolizei FBI durchsucht wurde.

Der Angriff vom Sonntag erinnert an einen Zwischenfall vom April 2021, bei dem ein Mann sein Fahrzeug in einen Kontrollpunkt am Kapitol steuerte. Ein Beamter wurde dabei getötet.

Sturm auf das Kapitol 2021

Rund um das Kapitol wurde nach dem Sturm auf das Gebäude am 6. Januar 2021 vorübergehend ein Zaun aufgebaut. Der Zaun ist aber mittlerweile wieder abgebaut worden. Der Sender CNN berichtete am Wochenende außerdem von einer noch „nie dagewesenen“ Anzahl an Drohungen gegen Mitarbeiter und Eigentum der Bundespolizei FBI nach der Durchsuchung des Anwesens von Ex-Präsident Donald Trump am vergangenen Montag.

RND/dpa/AP