Mittwoch , 12. August 2020
Eine Frau hält ein Informationsblatt zum Rückholflug von Manila nach Frankfurt hoch. (Archivfoto) Quelle: Alejandro Ernesto//Alejandro Ern

Rückholaktion: Auswärtiges Amt verschickte bislang 3000 Rechnungen

Mit einer einmaligen Rückholaktion hatte das Auswärtige Amt zahlreiche wegen der Corona-Pandemie im Ausland festsitzende Urlauber nach Hause geholt. Für die Kosten müssen die Reisenden aufkommen. Nach einem Medienbericht sind bislang aber nur wenige Rechnungen verschickt worden.

Berlin. Im Zusammenhang mit der Rückholaktion von im Ausland während der Corona-Pandemie gestrandeten Urlaubern hatte das Auswärtige Amt vor rund fünf Wochen damit begonnen, Rechnungen an die Betroffenen zu schicken. Denn diese müssen für die Kosten aufkommen. Bislang wurde aber laut einem Medienbericht nur ein Bruchteil der Rechnungen verschickt.

“Bis zum Ende dieser Arbeitswoche werden circa 3000 Rechnungen versandt worden sein”, teilte das Auswärtige Amt der “Welt am Sonntag” mit. Als Grund für die bislang wenigen Rechnungen sagt das Ministerium, dass die Abrechnung die Behörde vor große Herausforderungen stelle. Während in normalen Zeiten rund 800 Konsularfälle pro Jahr bearbeitet würden, müssten nun etwa 67.000 Teilnehmer eine Rechnung erhalten. Die Kosten der übrigen Urlauber seien über Reisebüros oder Fluglinien beglichen worden.

Zu Beginn der Corona-Pandemie waren Tausende Urlauber im Ausland gestrandet, weil etwa ihre Flüge gestrichen worden waren. Bis Ende April holte das Auswärtige Amt rund 240.000 Reisende mit Charterflügen zurück.

RND/das