Samstag , 3. Dezember 2022
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Die Deutsche Umwelthilfe plädiert für einen Verzicht auf Weihnachts­beleuchtung in diesem Winter. Quelle: Boris Roessler/dpa

Umwelthilfe fordert dunklen Advent: „Sollte eine Selbstverständlichkeit sein“

Berlin. Die Deutsche Umwelthilfe hat angesichts der Energiekrise den Verzicht von Weihnachts­beleuchtung in Städten und Privat­haushalten gefordert. „In diesem Winter sollte es eine Selbst­verständlichkeit sein, dass sowohl auf die Weihnachts­beleuchtung in Städten, als auch auf die der Häuser und Wohnungen verzichtet wird“, sagte Bundes­geschäfts­führer Jürgen Resch dem Redaktions­Netzwerk Deutschland (RND). „Angesichts des Kriegs in der Ukraine, der Energie­knappheit aber auch aus Gründen des Klimaschutzes sollten wir einmal innehalten.“

Vorschlag: Einen Baum pro Gemeinde beleuchten

Resch wies auf den Strom­verbrauch hin. „Allein die privaten Beleuchtungs­orgien verursachen pro Jahr einen Strom­verbrauch von über 600 Millionen Kilowattstunden Strom – so viel, wie eine mittlere Großstadt mit 400.000 Einwohnern im Jahr verbraucht“, mahnte der Umweltlobbyist. „Hinzu kommt die mögliche Einsparung durch den Verzicht auf die Weihnachts­beleuchtung in unseren Städten und Gemeinden.“

Er schlug eine Beleuchtungsgrenze von einem Baum pro Stadt und Gemeinde vor: „Vielleicht lässt sich dies ja auf jeweils einen beleuchteten Baum pro Gemeinde reduzieren. Hier bewusst zu verzichten, zu sparen und solidarisch zu sein, das könnte diese Weihnachtszeit sogar zu einer ganz besonderen machen.“

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Von Alisha Mendgen/RND