Sonntag , 4. Dezember 2022
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Am Montag demonstrierten in Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt erneut Tausende gegen die hohen Preise sowie die Russland- und Energiepolitik der Bundesregierung. Quelle: Sebastian Willnow/dpa

Tausende demonstrieren im Osten gegen hohe Preise und Russland-Politik

Leipzig/Erfurt/Magdeburg. In Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt sind am Montagabend wieder Tausende gegen die hohen Preise sowie die Russland- und Energiepolitik der Bundesregierung auf die Straße gegangen. In Gera, Erfurt, Eisenach, Gotha und Weimar (Thüringen), wurden mehrere Tausend Teilnehmer gezählt. Die Geraer Polizei schätzte, dass dort etwa 4000 Menschen demonstrieren. Sie zogen mit Trillerpfeifen und Fahnen durch die Stadt und forderten unter anderem, dass die Bundesregierung weg muss.

In Sachsen hatte das Lagezentrum des Innenministeriums zunächst noch keinen Gesamtüberblick und verwies auf Informationen nach Abschluss der Veranstaltungen. „Die Versammlungen laufen ja noch“, sagte ein Sprecher. In Leipzig waren es nach Angaben einer Polizeisprecherin zum Auftakt um 18.30 Uhr etwa 1000 Demonstranten. „Es gab auch Störungen.“

Das Lagezentrum Sachsen-Anhalt sprach „im großen Überblick“ von insgesamt 3000 Demonstranten, ein Drittel davon allein bei der größten Versammlung in Aschersleben. Auch in der Landeshauptstadt Magdeburg sowie in Halle, Köthen sowie Wittenberg seien Tausende auf der Straße. „Bisher gibt es keine Zwischenfälle.“ Die Proteste richteten sich unter anderem gegen die Corona-Maßnahmen, gegen den Krieg in der Ukraine, die Energiemangellage sowie die steigende Inflation.

RND/dpa