Eine Giraffe im Berliner Zoo. Dort dürfen Wildtiere wie Giraffen weiter gehalten werden. In Zirkussen aber sollen sie wohl bald verboten werden. Quelle: imago images/Christian Spicker

Bericht: Ministerium plant Verbot von Giraffen und Nilpferden in Zirkussen

Giraffen, Nilpferde, Nashörner – Wildtiere in Zirkussen könnten bald Geschichte sein. Das Landwirtschaftsministerium will ihre Haltung in jenem Umfeld offenbar verbieten. Das Ressort von Julia Klöckner stört sich laut einem Bericht daran, dass die Tiere nur gezeigt, aber nicht trainiert werden.

Berlin. Wildtiere wie Giraffen, Nilpferde oder Nashörner sollen in Zirkussen bald verboten werden. Das berichtet der “Spiegel” unter Berufung auf einen Rohentwurf für eine Verordnung aus dem Landwirtschaftsministerium. Demnach geht es darum, Tiere zu schützen, die lediglich gezeigt, nicht aber trainiert werden, und deshalb an Bewegungsmangel und kognitiver Unterforderung leiden.

Auch sollen für Tiere, deren Haltung erlaubt bleiben soll, neue Mindestanforderungen gelten, heißt es in dem Bericht weiter. Dabei ist laut “Spiegel” allerdings bislang nur die Absicht notiert, an der Umsetzung arbeite das von Julia Klöckner (CDU) geführte Ministerium noch.

Dem Nachrichtenmagazin zufolge will das Ministerium bis Ende August die Verordnung vorlegen. Das Gros der europäischen Staaten verbietet die Haltung von Wildtieren oder bestimmten Arten bereits. Auch in Deutschland arbeiten etliche Zirkusse nicht mehr mit Wildtieren.

RND/cz