Sonntag , 27. September 2020
Gehört mit zur Ausstattung: Auch Grundschüler müssen in Bayern nach Schulbeginn eine Maske tragen. Quelle: Robert Michael/dpa-Zentralbild/d

Corona-Krise: Bayern führt Maskenpflicht an Schulen ein

In Bayern geht am 8. September der Schulbetrieb wieder los. Im neuen Schuljahr müssen alle Schüler von der Grundschule an Masken tragen, bis sie am Platz sitzen. In einem Vier-Stufen-System ist geregelt, ob die Schüler die Maske auch im Unterricht tragen müssen.

München. Für das neue Schuljahr führt Bayern eine Maskenpflicht an Schulen ein. Sie werde bis zum Platz im Klassenzimmer gelten – auch in Grundschulen, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Freitag in München. Bisher habe nur ein entsprechendes Gebot bestanden. Je nach Entwicklung der Corona-Pandemie sei regional auch eine Maskenpflicht im Unterricht möglich.

Die Maskenplicht ist Teil eines Vier-Stufen-Systems, das der Freistaat zum Schulstart im September einführen wird. Es richtet sich nach dem Infektionsgeschehen in den jeweiligen Regionen. Ziel nach den Sommerferien sei der Regelbetrieb unter besonderen Hygienebedingungen, sagte Piazolo. Die Schulen starten am 8. September.

Vierte Stufe: Home-Schooling

Bei hohen Infektionszahlen in einer Region könne in den dortigen Schulen auch eine Rückkehr zum Distanzunterricht von zu Hause aus nötig sein – die vierte Stufe. In den Stufen zwei und drei des Systems werden schrittweise zuerst eine Maskenpflicht im Unterricht und dann auch wieder verschärfte Mindestabstände gelten.

Bis mindestens Ende Januar 2021 seien mehrtägige Klassenfahrten untersagt. Für alle Lehrkräfte werde zudem das Angebot einer freiwilligen Reihentestung bestehen. Eine Pflicht dazu wird aber laut Piazolo nicht eingeführt.

Bayern ist nicht das erste Bundesland, das eine Maskenpflicht an Schulen einführt. Auch andere Bundesländer – am Donnerstag etwa Berlin – haben dies bereits angekündigt.

RND/dpa