Donnerstag , 24. September 2020
Eine Demo gegen die Corona-Maßnahmen der Regierungen in Düsseldorf. Quelle: imago images/Ralph Peters

Berlin vor Massenprotesten: 22.000 Demonstranten erwartet – darunter auch Nazis

Am Wochenende wird Berlin wieder zur Demo-Stadt: Die Polizei erwartet insgesamt 22.000 Demonstranten auf den Straßen. Unter dem Motto „Das Ende der Pandemie – Tag der Freiheit“ werden 10.000 Menschen am Samstag auf der Straße des 17. Juni erwartet. Unter ihnen erwarte man laut Polizeiangaben auch Mitglieder „verschiedenster Nazi-Organisationen“.

Berlin. Die Berliner Polizei rechnet mit insgesamt etwa 22.000 Demonstranten am Wochenende in der Bundeshauptstadt. Bislang wurden 80 Versammlungen angemeldet, wie Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Freitag im RBB-Inforadio sagte. Bei der größten Demonstration von Corona-Leugnern, Verschwörungsideologen und Rechtsextremisten werden am Samstag unter dem Motto “Das Ende der Pandemie – Tag der Freiheit” auf der Straße des 17. Juni nach Polizeiangaben etwa 10.000 Menschen erwartet. Veranstalter ist die Initiative “Querdenken 711” aus Stuttgart.

„Es wird bundesweit dafür mobilisiert, die Menschen werden mit Bussen aus Baden-Württemberg anfahren und auch die verschiedensten Neonazi-Organisationen haben aufgerufen, daran teilzunehmen“, sagte Geisel dem Sender. Verschiedene Initiativen haben Proteste gegen den Aufzug angekündigt.

Polizei droht mit Bußgeldern

Zu den Auflagen gehöre, Abstandregeln einzuhalten und Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Das werde die Polizei durchsetzen. Dabei würden die Beamten in angemessener Weise vorgehen, kündigte der Innensenator an: „Wir werden nicht solche Veranstaltungen auflösen können, weil der Mund-Nasen-Schutz nicht getragen worden ist.“ Wer aber die Auflagen verletze – vor allen Dingen vonseiten der Organisatoren – werde mit Konsequenzen zu rechnen haben. Dazu gehörten auch Bußgelder.

Grundsätzlich sehe er die Einsatzkräfte dafür gut aufgestellt, sagte Geisel. Er rechne damit, dass die meisten Demonstrationen friedlich abliefen. Gegen Gewalt werde die Polizei aber energisch vorgehen.

RND/epd