Donnerstag , 22. Oktober 2020
Blick auf den STrand von Barcelona – die Stadt in Katalonien gilt nun als Corona-Risikogebiet. Quelle: imago images/ZUMA Wire

Corona-Anstieg: Drei spanische Regionen nun auf Risikogebiete-Liste

Spanien verzeichnet einen Corona-Anstieg – betroffen sind vor allem drei Regionen. Das Auswärtige Amt rät seit einigen Tagen von Reisen dorthin ab. Nun sind die Regionen auch auf der Liste der Risikogebiete.

Berlin. Die spanischen Regionen Aragón, Katalonien und Navarra gelten für das Corona-Krisenmanagement in Deutschland nun auch als Risikogebiete. Das geht aus einer Aktualisierung der entsprechenden Liste des Robert-Koch-Instituts (RKI) von Freitag hervor.

In den drei Gebieten in Spanien wurde laut Bundesgesundheitsministerium die Schwelle von mehr als 50 Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten. In der EU steht bisher schon Luxemburg auf der Liste, die auch für deutsche Touristen wichtig ist.

Barcelona und Costa Brava sind nun RKI-Risikobiet

In Katalonien trifft die Einstufung unter anderem die beliebten Urlaubsorte entlang der Costa Brava und Barcelona. Navarra und Aragón liegen westlich von Katalonien im Landesinneren.

Für Reiserückkehrer aus offiziell eingestuften Risikogebieten soll in der nächsten Woche eine Corona-Testpflicht kommen – über freiwillige Tests hinaus, die für alle Einreisenden aus dem Ausland kostenfrei möglich sein sollen.

Wegen des starken Anstiegs der Infektionen rät bereits auch das Auswärtige Amt von touristischen Reisen in die drei spanischen Regionen ab. Dies ist nicht gleichbedeutend mit der Einstufung als Risikogebiet auf der RKI-Liste.

Spanien mit am schwersten von Corona-Pandemie getroffen

Spanien ist eines der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder in Europa – mit 285.430 bestätigten Fällen und mehr als 28.440 Toten (Stand: 31. Juli). Landesweit war die Zahl der Neuinfektionen seit Mitte Mai stark zurückgegangen, doch seit einigen Wochen steigen die Infektionszahlen wieder an.

RND/dpa