Mittwoch , 21. Oktober 2020
US-Präsident Donald Trump haderte noch vor Kurzem mit dem Wahltermin am 3. November. Es hagelte Kritik. Nun relativiert das Staatsoberhaupt seine Aussage. Quelle: imago/Panthermedia/dpa/RND Montage Behrens

“Will eine Wahl viel mehr als Sie”: Trump nun doch für Termin am 3. November

In den umkämpften “Swing States” liegt Demokrat Joe Biden vor Amtsinhaber Donald Trump. Der hatte zuletzt bei Twitter den Termin für die Präsidentschaftswahl am 3. November in Frage gestellt – aus Sorge vor Verschiebungen durch verstärkte Briefwahl. Jetzt rudert Trump zurück.

Wie so oft war es ein Tweet von US-Präsident Donald Trump, der die Gemüter in den USA und weltweit erhitze. Trump hatte auf Twitter behauptet, durch die Stimmenabgabe durch Briefwahl werde “2020 zur ungenauesten und betrügerischsten Wahl in der Geschichte” – und schlug vor, die Wahl zu verschieben, “bis die Menschen “korrekt und sicher” abstimmen könnten.

Die Kritik darauf kam promt, auch aus den Reihen der US-Republikaner. Mitch McConnell, Mehrheitsführer der Republikaner im Senat, machte schnell klar, dass der 3. November “in Stein gemeißelt” sei. Auch der Trump-Vertraute Lindsey Graham äußerte sich ablehnend. Laut dem Senator sein eine Diskussion über eine Verschiebung keine gute Idee.

Nun versucht Trump, die Wogen wieder zu glätten. Er wollte lediglich darauf aufmerksam machen, dass man nicht drei Monate warten müsse um dann herausfinden, “dass alle Wahlzettel fehlen und die Wahl bedeutungslos ist”. Doch sicher sei: “Ich will eine Wahl und ein Ergebnis viel, viel mehr als Sie”, sagte Trump in Washington.

Der designierte Trump-Konkurrent der Demokraten, Joe Biden, sieht in dem Vorstoß des US-Präsidenten nur ein nächstes Indiz auf eine Strategie die darauf aus sei, “Spaltung und Chaos schüren”.

Trump steckt bereits seit Wochen in einem Umfragetief. Selbst die sonst stark umkämpften sogenannten “Swing States” gehen nach aktuellen Prognosen an Biden.

RND/fw