Samstag , 3. Dezember 2022
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Landtagswahl in Niedersachsen: Wirtschafts­minister Bernd Althusmann (links, CDU) und der amtierende Minister­präsident Stephan Weil (SPD) wollen in den kommenden fünf Jahren die Geschicke des Landes leiten. Quelle: Julian Stratenschulte/dpa

Wahl in Niedersachsen: Umfrage zeigt klaren Favoriten für Amt des Ministerpräsidenten

Niedersachsen wählt am Sonntag einen neuen Landtag. Rund 6,1 Millionen Wahlberechtigte dürfen ihre Stimme abgeben. 21 Parteien stehen zur Wahl. In 87 Wahlkreisen treten 756 Bewerberinnen und Bewerber an. Doch am Ende wird nur eine Person das Minister­präsidenten­amt bekleiden.

Konkret dürfen sich der amtierende Regierungschef Stephan Weil (SPD) sowie dessen Herausforderer von der CDU, Bernd Althusmann, die größten Hoffnungen machen. Wer jedoch in den kommenden fünf Jahren die Geschicke des Landes leiten wird, hängt vom Wahlausgang für die Parteien ab. Dürften die Bürgerinnen und Bürger ihr Landesoberhaupt selbst wählen, wäre die Sache aber eindeutig.

Landtagswahl: Niedersachsen mit klarem Favoriten für Ministerpräsidentenamt

Wenige Tage vor der Landtagswahl liegt die SPD einer neuen Umfrage (4. Oktober) zufolge weiter vor der CDU. Das geht aus einer Befragung des Meinungs­forschungs­instituts Insa für die „Bild“-Zeitung hervor.

Auch bei den Spitzen­kandidaten liegen die Sozial­demokraten vorne, wie eine ARD-Vorwahlumfrage vom 29. September ergab. In der Umfrage gaben 50 Prozent der Teilnehmer und Teilnehmerinnen an, dass sie sich bei einer Direktwahl für den amtierenden Regierungschef Stephan Weil entscheiden würden. CDU-Spitzenkandidat Bernd Althusmann kam dagegen nur auf 28 Prozent. Jeder Fünfte (22 Prozent) weiß es nicht oder würde sich für keinen der beiden entscheiden.

Minister­präsident Weil steht bereits seit Anfang 2012 an der Spitze der niedersächsischen SPD – ein Jahr später wurde er Regierungschef, damals noch in einem rot-grünen Bündnis. Sein Herausforderer von der CDU, Bernd Althusmann (55), ist derzeit Wirtschafts­minister, von 2010 bis 2013 war er Kultusminister.

RND/jst/dpa