Donnerstag , 1. Oktober 2020
Urlauber aus dem betroffenen Corona-Hotspot in Bayern müssen für einen Badeurlaub an der deutschen Küste einen negativen Coronatest vorlegen. (Symbolbild) Quelle: Joan Mateu/AP/dpa

Corona-Ausbruch: Bundesländer schränken Urlauber aus bayerischem Landkreis ein

Der Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof im Landkreis Dingolfing-Landau bleibt für die Bewohner nicht folgenlos. Nachdem Schleswig-Holstein den Hotspot in Bayern als Risikogebiet eingestuft hat, ziehen weitere Bundesländer nach.

Rostock/Kiel/Mainz. Urlauber aus dem bayerischen Landkreis Dingolfing-Landau dürfen nur noch mit Einschränkungen an weite Teile der deutschen Küste und nach Rheinland-Pfalz. Nach Schleswig-Holstein gelten auch in Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz Einschränkungen für Menschen aus dem Landkreis.

Einreisende nach Mecklenburg-Vorpommern brauchen seit Dienstag einen negativen Coronatest. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein, wie eine Sprecherin des zuständigen Landesamtes sagte. Auch Hotels, Campingplätze und Ferienwohnungen in Brandenburg dürften keine Gäste von dort aufnehmen, erklärte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Gabriel Hesse, am Dienstag in Potsdam.

Eine entsprechende Verordnung in Rheinland-Pfalz schreibt unter anderem vor, dass Einreisende aus Risikogebieten im Inland verpflichtet sind, sich nach der Einreise auf direktem Wege in eine geeignete Unterkunft zu begeben und dort 14 Tage zu bleiben. Das Land selbst weise keine Risikogebiete aus, sagte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Im Saarland dürfen die Menschen aus dem betroffenen Kreis aktuell nur mit einem negativen Coronatest Ferien machen. Dieser darf nicht älter als 48 Stunden sein, wie eine Sprecherin der Staatskanzlei in Saarbrücken mitteilte. Einreisen dürften auch Gäste aus dem Kreis, die wichtige berufliche oder medizinische Gründe vorweisen könnten oder Familienangehörige besuchen oder pflegen wollten. Zudem könnte die Ortspolizeibehörde in begründeten Fällen weitere Ausnahmen zulassen, sagte sie.

Einreise ohne Quarantäne nur mit negativem Corona-Test

Die Regierung von Schleswig-Holstein stufte den Dingolfing-Landau am Montag explizit als Risikogebiet ein. Urlauber aus dem Landkreis müssen sich in eine 14-tägige Quarantäne begeben und sich beim zuständigen Gesundheitsamt melden, wenn sie ins Bundesland einreisen wollen. Ausgenommen davon sind Menschen mit einem negativen Corona-Test, der nicht älter als 48 Stunden ist.

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in Mamming lag die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen in Dingolfing-Landau bei 191. Sie ist damit fast viermal so hoch wie der Grenzwert 50.

RND/dpa