Stühle stehen in einem Klassenzimmer in einer Grundschule auf den Tischen. Quelle: Caroline Seidel/dpa

Wiedereröffnung der Schulen: Die Pläne der Bundesländer für das neue Schuljahr

Die Länder haben vereinbart, nach den Sommerferien wieder in den Schulregelbetrieb zu gehen. Den Beginn macht Mecklenburg-Vorpommern: Als erstes Bundesland in Deutschland hat dort die Schule wieder begonnen. Aktuell beschäftigt die Politik vor allem die Frage nach einer Maskenpflicht in Schulen. Hier folgt ein Überblick über die bisherigen Planungen aller Länder.

Berlin. Rückkehr zum Regelschulbetrieb – das soll es im neuen Schuljahr geben. Unterricht wie vor der Corona-Pandemie wird es jedoch nicht geben. Noch immer gelten Hygiene- und Abstandsregeln. In einigen Bundesländer ist die Rede von einem Corona-Regelbetrieb. Wie wird also der Schulalltag im kommenden Schuljahr aussehen?

Maskenpflicht an Schulen – ja oder nein?

Bundesministerin für Bildung und Forschung Ministerin Karliczek warnt davor, die Corona-Regeln zu schnell zu lockern: Trotz moderater Infektionszahlen gebe es keinen Grund zum Leichtsinn. “Wir müssen versuchen, die Risiken von Rückschlägen gering zu halten”, sagte sie im NWZ-Interview.

Bei der Maskenpflicht an Schulen ist Deutschland geteilt. Während rund die Hälfte der Bundesländer auf eine Maskenpflicht setzt, sieht die andere Hälfte das nicht als notwendig an. Statt Mindestabständen wird in vielen Lehranstalten zunehmend auf Kohorten, also fest definierte Schülergruppen, gesetzt. Das ist der Stand in den Bundesländern.

Schulen in Baden-Württemberg

Schulstart: 14. September Maskenpflicht: ja – für weiterführende Schulen besteht eine Maskenpflicht (ab der fünften Klasse) auf dem gesamten Schulgelände außerhalb des Klassenzimmers, das beinhaltet also Pausenräume, Kantinen und das Außengelände

“Unser Konzept verfolgt das Ziel, für alle Schülerinnen und Schüler unter den gegebenen Bedingungen so viel Präsenzunterricht wie möglich zu realisieren und gleichzeitig die Belastungen für Lehrkräfte und Schulleitungen zu begrenzen”, sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Der Unterricht soll in möglichst festen Gruppen ablaufen, sodass sich die Schüler möglichst wenig durchmischen. Auf dem Schulgelände und in Gebäuden der weiterführenden Schulen soll zudem eine Maskenpflicht gelten – nicht aber im Unterricht.

Eltern, die nicht wollen, dass ihr Kind am Präsenzunterricht teilnimmt, können dies der Schule formlos melden. Dann müssen die Kinder aber aus der Ferne mitlernen. Alle Mitarbeiter an Schulen und Kitas können sich von Mitte August bis Ende September zwei Mal kostenfrei und freiwillig auf das Coronavirus testen lassen.

Schulen in Bayern

Schulstart: 8. September Maskenpflicht: ja – das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist bis zum Platz im Klassenzimmer verpflichtend, je nach Entwicklung der Pandemie kann es regional auch zu einer Maskenpflicht im Unterricht kommen

Die Maskenplicht ist Teil eines Vier-Stufen-Systems, das der Freistaat zum Schulstart im September einführen wird. Es richtet sich nach dem Infektionsgeschehen in den jeweiligen Regionen. Bei hohen Infektionszahlen in einer Region könne in den dortigen Schulen eine Rückkehr zum Homeschooling nötig sein – die vierte Stufe. In den Stufen zwei und drei des Systems werden schrittweise zuerst eine Maskenpflicht im Unterricht und dann auch wieder verschärfte Mindestabstände gelten.

Weitere Planungen laufen noch. Der Freistaat will im neuen Schuljahr auch Lehrkräfte ohne Lehramtsstudium einsetzen, um Stammlehrkräfte, die zur Risikogruppe gehören und nicht an die Schule können, zu unterstützen. 800 sogenannte Teamlehrkräfte werden dafür gesucht. Neben ausgebildeten Lehrern können sich auch Menschen mit anderen Hochschulabschlüssen für diese Stellen bewerben.

Alle Lehrkräfte können sich einer einer freiwilligen Reihentestung unterziehen. Bis mindestens Ende Januar 2021 sind mehrtägige Klassenfahrten untersagt.

Schulen in Berlin

Schulstart: 10. August Maskenpflicht: ja – ein Mund-Nasen-Schutz muss zum Beispiel auf Fluren, in Aufenthalts- und Gemeinschaftsräumen oder der Toilette getragen werden, für Unterrichtsräume und den Pausenhof gilt die Maskenpflicht jedoch nicht

In der Hauptstadt ist wieder “durchgehender Unterricht” in “vollem Umfang” für alle geplant. Die Lehrer sollen zu Beginn den Lernstand der Schüler überprüfen und dann entsprechende Konzepte zur Unterrichtsgestaltung und eventuelle Fördermaßnahmen festlegen.

Sport-, Musik- und Theaterunterricht darf wieder stattfinden. Gemeinsames Singen in geschlossenen Räumen ist nicht gestattet. Körperkontakt soll vermieden werden. Schüler, die mit einem ärztlichen Attest nachweisen, dass sie zur Risikogruppe gehören, können bis auf weiteres auch von zu Hause aus mitlernen.

Schulen in Brandenburg

Schulstart: 10. August Maskenpflicht: nein – eine Maskenpflicht für Schüler ist nicht vorgesehen, in Einzelfällen könnte sie für Lehrer gelten

Für Lehrer soll nach bisherigem Plan keine Maskenpflicht gelten. Anders lautende Medienberichte über eine solche Maskenpflicht für Lehrer dementierte die Sprecherin des Bildungsministeriums, Ulrike Grönefeld. In der Regel sei das nicht notwendig, könne in bestimmten Situationen jedoch angebracht sein. Alle Lehrer können sich in der Zeit zwischen Anfang August und Ende November sechs Mal auf Kosten des Landes freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Dagegen ist nur eine einmalige Test-Stichprobe bei einem Prozent der Schüler (also bei 2900) geplant.

Sollte es zu einem Corona-Ausbruch kommen, sollen die Schüler möglichst nur einzelne Klassen in den Heimunterricht geschickt werden. Es soll nicht gleich die ganze Schule geschlossen werden. Bis zum Ende des ersten Halbjahres sollen für alle Schüler mobile Endgeräte zur Verfügung stehen.

Hier gibt es mehr Infos zur Lage in Brandenburg von der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

Schulen in Bremen

Schulstart: 27. August Maskenpflicht: teilweise – Schulleitungen können selbst festlegen, wann und wo Masken zu tragen sind

Das kleinste Bundesland hat ein “Rahmenkonzept Schuljahr 2020/2021” aufgestellt und will damit “möglichst viel Normalität und einen Regelbetrieb unter den Auflagen des Hygieneplans erreichen”. Leitmotiv aller Entscheidungen sei das Recht der Kinder und Jugendlichen auf Bildung und Teilhabe. Das Vier-Säulen-Modell mit Präsenzunterricht, Distanzunterricht, Förderung und Betreuung soll bestehen bleiben.

Vorgesehen sind “möglichst feste Klassenteams”. Falls es pandemiebedingt doch zu Einschränkungen des Schulbetriebs kommen sollte, sollen Grundschüler und Schüler, die zu Hause keine oder nur eingeschränkte Möglichkeiten zum selbstständigen Lernen haben, bevorzugt mit Präsenzzeiten versorgt werden.

Schulen in Hamburg

Schulstart: 6. August Maskenpflicht: ja - außerhalb des Unterrichts

Schülerinnen und Schüler an Hamburgs Schulen sollen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Eine entsprechende Pflicht außerhalb des Unterrichts soll in Hamburg eingeführt werden, sagte Hamburgs Schulsenator Ties Rabe (SPD). Die Pflicht sowie das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln sollen dazu beitragen, dass der Schulbetrieb zunächst wieder normal laufen kann.

Lehrkräften sowie allen weiteren Schulbeschäftigten wird die Schulbehörde transparente Visiere sowie FFP-2-Masken als Gesundheitsschutz kostenlos zur Verfügung stellen. Alle Hamburger Lehrer und anderen Beschäftigten der Schulen können sich mehrfach kostenlos auf Corona testen lassen.

Mehr Infos zur Lage in Hamburg finden Sie bei den Kieler Nachrichten.

Schulen in Hessen

Schulstart: 17. August Maskenpflicht: ja – außerhalb der Unterrichtsräume muss ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden

In Hessen wird der Mindestabstand in den Klassenräumen und beim Sportunterricht aufgehoben, er besteht jedoch weiterhin beispielsweise bei Konferenzen. Im Musikunterricht ist gemeinsames Singen und Musizieren mit Blasinstrumenten nur im Freien erlaubt.

Die Schulleitung kann für die Zeiten außerhalb des Präsenzunterrichts im Klassen- oder Kursverband das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung anordnen. Jede Lehrkraft kann sich voraussichtlich vor dem Start ins neue Schuljahr auf eine mögliche Corona-Infektion testen lassen.

Schulen in Mecklenburg-Vorpommern

Schulstart: 3. August Maskenpflicht: nein – es besteht keine grundsätzliche Maskenpflicht, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird außerhalb der Unterrichtsräume und innerhalb der Schulgebäude, wann immer möglich, empfohlen, im Außenbereich ist dies nicht erforderlich

In Mecklenburg-Vorpommern hat der reguläre Schulbetrieb wieder begonnen. Das Bildungsministerium hat die Schüler jahrgangsmäßig in Gruppen eingeteilt. So sollen beispielsweise die Jahrgangsstufen 1 bis 4 oder 7 und 8 unter sich bleiben. “Die verschiedenen definierten Gruppen sollen sich einander nicht bzw. möglichst nur unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 m begegnen”, heißt es in einem Brief an die Schulleitungen.

Noch gilt keine Maskenpflicht an den Schulen. Mecklenburg-Vorpommerns Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) will aber dem Kabinett einen Vorschlag für eine entsprechende Pflicht außerhalb der Klassenzimmer unterbreiten.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern gibt es kostenlose Corona-Tests für Lehrer und Kita-Personal. Möglich sind bis zu den Herbstferien fünf Tests pro Person im Abstand von zwei Wochen.

Mehr Infos zum Schulstart in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie bei der Ostsee-Zeitung.

Schulen in Niedersachsen

Schulstart: 27. August Maskenpflicht: ja – in der aktuell geplanten Variante ist das Tragen einer Maske außerhalb von Unterrichts- und Arbeitsräumen in von der Schule gekennzeichneten Bereichen verpflichtend, wenn dort der Mindestabstand zu anderen Schülergruppen nicht gewährleistet werden kann, das sind in der Regel Gänge, Flure, Versammlungsräume und Teile des Außengeländes

Niedersachsen will nach Angaben des Kultusministeriums ein Maximum an Bildung und Betreuung anbieten. “Wir planen das neue Schuljahr 2020/2021 auf der Basis von Normalität”, war die Ansage von Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) Anfang Juli. Für das neue Schuljahr wurden – je nach Infektionslage – drei Szenarien entwickelt: “Eingeschränkter Regelbetrieb, “Schule im Wechselmodell” mit einer Mischung aus Präsenzunterreicht und heimischem Lernen sowie “Quarantäne und Shutdown”

Im Moment wird vom “eingeschränkten Regelbetrieb” ausgegangen – laut Tonne “Schule wie immer” mit “ein paar Sonderregelungen”. Das heißt, dass auf das Abstandsgebot verzichtet wird, es aber feste Lerngruppen geben soll. Masken sollen auf den Fluren getragen werden.

Hier finden Sie mehr Infos zur Lage in Niedersachsen von der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung.

Schulen in Nordrhein-Westfalen

Schulstart: 12. August Maskenpflicht: ja – an allen weiterführenden und berufsbildendenden Schulen inklusive Unterricht ein. An Grundschulen soll die Maskenpflicht nicht gelten, wenn die Schüler auf ihren festen Plätzen im Unterricht sitzen.

Die 5500 Schulen mit ihren rund 2,5 Millionen Schülern im bevölkerungsreichsten Bundesland sollen nach Aussage von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) nach den Sommerferien “in einen verantwortungsvollen Regelbetrieb zurückkehren”. Wegen des Lehrermangels sollen rund 800 Gymnasiallehrer in einem Schnellverfahren eingestellt werden. Diese können aber auch an Haupt-, Real- und Grundschulen eingesetzt werden.

Zudem wurde ein Leitfaden für die Schulen angekündigt, falls diese aus Gründen des Infektionsschutzes doch wieder auf Distanz-Unterricht umschalten müssen. Die Beschäftigten von Schulen und Kitas in NRW können sich bis zu den Herbstferien alle 14 Tage freiwillig und kostenlos auf Corona testen lassen. Eine wichtige Neuerung gibt es zum neuen Schuljahr: Distanzunterricht ist dem Präsenzunterricht gleichwertig. Demnach wird auch das Lernen im Homeschooling bewertet wie das in der Schule.

Im nordrhein-westfälischen Landtag gab es Stimmen, die für eine Maskenpflicht an Schulen plädierten. Am 3. August NRW kündigte das Schulministerium an, an allen weiterführenden und berufsbildendenden Schulen eine Maskenpflicht inklusive Unterricht einzuführen. An Grundschulen soll die Maskenpflicht nicht gelten, wenn die Schüler auf ihren festen Plätzen im Unterricht sitzen.

Schulen in Rheinland-Pfalz

Schulstart: 17. August Maskenpflicht: ja – in Fluren, Gängen, Treppenhäusern, in der Aula, beim Einkauf am Schulkiosk sowie in der Mensa ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung Pflicht, dies gilt nicht am Platz der Schüler

Der für das neue Schuljahr weiterentwickelte Hygieneplan sieht kein Abstandsgebot mehr vor. Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) plant je nach Entwicklung der Corona-Infektionen mit zwei weiteren Szenarien: Das bisherige Nebeneinander von Präsenz- und Fernunterricht sowie temporäre Schulschließungen bei einem größeren Ausbruch.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hatte den Zeitungen der Funke Mediengruppe gesagt: “Wenn es zu einem Infektionsfall kommt, werden alle anderen in Quarantäne geschickt und es wird umfassend getestet – und die Schule im Zweifel temporär geschlossen.” Das Vorgehen sei mit Gewerkschaften, Lehrerverbänden, Eltern- und Schülervertretern besprochen.

Schulen im Saarland

Schulstart: 17. August Maskenpflicht: nein – ein freiwilliges Tragen steht allen offen, gegen eine Makenpflicht sprächen jedoch pädagogische Gründe und auch die zu erwartende Belastung für Kinder und Jugendliche im Hochsommer, teilte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD) mit

Der Unterricht soll in festen Gruppen innerhalb eines Jahrgangs stattfinden, “um eine Durchmischung mit den anderen Jahrgängen nach Möglichkeit zu vermeiden”. Ziel sei es, dass bei Infektionsfällen für die nicht betroffenen Personen der Präsenzunterricht weiterlaufen könne.

Im Hygieneplan des Landes für die Schulen wird außerdem empfohlen, Musikunterricht – wenn gesungen wird – bei gutem Wetter im Freien abzuhalten. Schüler, die zur Risikogruppe gehören, können mit ärztlichem Attest vom Schulbesuch befreit werden, müssen aber an Prüfungen teilnehmen. Dafür stellen die Schulen separate Räume zur Verfügung.

Schulen in Sachsen

Schulstart: 31. August Maskenpflicht: teilweise – Schulleitungen können selbst festlegen, wann und wo Masken zu tragen sind

“Die Schülerinnen und Schüler werden wie gewohnt in ihren Klassen und Kursen nach den geltenden Stundentafeln und Lehrplänen unterrichtet”, hat Kultusminister Christian Piwarz (CDU) für Sachsen angekündigt. Der Mindestabstand von 1,50 Metern gilt nicht mehr.

Die Schulleitungen können selbst festlegen, wann und wo eine Maske zu tragen ist. Wer die Schule betritt, muss sich die Hände waschen oder desinfizieren. Täglich wird dokumentiert, wer in der Schule war, um Infektionsketten nachvollziehen zu können.

Schulen in Sachsen-Anhalt

Schulstart: 27. August Maskenpflicht: unbekannt - ein aktualisierter Hygieneplan soll noch veröffentlicht werden

In Sachsen-Anhalt gilt die Anweisung, dass alle Schulen sich auf die Rückkehr in den Regelbetrieb vorbereiten sollen. Das Bildungsministerium weist aber auch darauf hin, dass die Gesundheitsbehörden weiterhin lokale Schulschließungen vornehmen könnten. Daher seien die Schulen gehalten, sich auch auf eine teilweise oder vollständige Abkehr vom Regelbetrieb einzustellen, “um kurzfristig wieder Distanzunterricht anbieten zu können”.

Die konkreten Planungen für den Schulalltag laufen, ein aktualisierter Hygieneplan soll noch vorgelegt werden. Das Ministerium geht grundsätzlich davon aus, “dass das gesamte pädagogische Personal im Regelbetrieb eingesetzt werden kann”. Das Bildungsministerium empfiehlt zudem “allen schulischen Akteuren” die Nutzung der Corona-​Warn-App.

Schulen in Schleswig-Holstein

Schulstart: 10. August Maskenpflicht: nein – Masken müssen nur im ÖPNV auf dem Schulweg getragen werden, das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung auf Laufwegen, Fluren und in den Pausen wird lediglich empfohlen

Auch in Schleswig-Holstein ist eine Aufteilung der Schüler in feste Großgruppen nach Jahrgangsstufe geplant. Innerhalb der Jahrgänge fällt die Abstandsregel, dafür sollen Kontakte zwischen den Jahrgängen möglichst vermieden werden.

“An die Stelle des durchgängig einzuhaltenden Abstandsgebots tritt das Kohortenprinzip”, heißt es in einem Konzept für das neue Schuljahr. Begründung: Im Infektionsfall könnte dann nur die entsprechende Kohorte in Quarantäne geschickt werden, ohne dass die ganze Schule zugemacht werden muss. Großflächige Corona-Tests für Lehrer sind im Norden nicht geplant.

Hier finden Sie mehr Infos zur Lage in Schleswig-Holstein von den Kieler Nachrichten.

Schulen in Thüringen

Schulstart: 31. August Maskenpflicht: teilweise – Masken sollen innerhalb des Schulgebäudes getragen werden, wenn Abstände nicht eingehalten werden können

“Wir wollen am 31. August in ein normales Leben zurückkehren” – diese Devise hat Thüringens Bildungsminister Helmut Holter (Linke) ausgegeben. Auch Klassenfahrten sollen wieder möglich sein. Ab Mitte August sind freiwillige, kostenlose Corona-Tests für Lehrer geplant.

Thüringen hat für die Schulen ein Ampel-Konzept mit abgestuften Sicherheitsmaßnahmen vorgelegt: Grün bedeutet Normalbetrieb, Gelb eingeschränkter Regelbetrieb, wenn beispielsweise ein Infektionsfall an der Schule auftritt, die Kontaktpersonen aber bekannt sind und nach Hause geschickt werden können. Bei Gelb werden die Infektionsschutzmaßnahmen an der Schule verschärft. Wenn der Kontakt nicht nachzuvollziehen ist, tritt Stufe Rot in Kraft und es kann zu einer vorübergehenden Schulschließung kommen.

RND