Montag , 26. Oktober 2020
Menschen gehen über den Roten Platz in Moskau. Der FSB will in der Stadt einen Terroranschlag vereitelt haben. (Symbolbild) Quelle: Evgeny Sinitsyn/XinHua/dpa

Russischer Geheimdienst: Terroranschlag in Moskau vereitelt

In den vergangenen Wochen hatte der russische Inlandsgeheimdienst immer wieder gemeldet, Terrorverdächtige ausgeschaltet zu haben. Nun gibt der FSB erneut an, einen Terroranschlag verhindert zu haben – diesmal in Moskau. Der Verdächtige sei getötet worden.

Moskau. Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat nach eigener Darstellung einen Terroranschlag in der russischen Hauptstadt vereitelt und einen Verdächtigen getötet. Der Mann aus Zentralasien habe bei der Festnahme nahe Moskau um sich geschossen, teilte der Geheimdienst am Montag mit. Die Einsatzkräfte sollen ihn dabei getötet haben. Der Verdächtige soll einen Anschlag an einem viel besuchten Ort in der Millionenmetropole geplant haben.

Details zu dem Mann waren bislang nicht bekannt. Er soll nach FSB-Angaben Kontakte zu einer Terrororganisation in Syrien gehabt haben. Bei ihm wurden Handgranaten und ein Sturmgewehr gefunden. Sein Bruder wurde demnach festgenommen. Nach möglichen Komplizen werde noch gesucht, hieß es. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

FSB meldet immer wieder Tötungen von Terrorverdächtigen

In den vergangenen Wochen gab der FSB immer wieder bekannt, mutmaßliche Terrorverdächtige ausgeschaltet zu haben. Zuletzt sollen die Behörden auch in Chabarowsk im Fernen Osten des Landes einen Anschlag verhindert haben, wo seit Wochen Tausende Menschen wegen des Einflusses aus Moskau demonstrieren. Der Mann soll einen Anschlag bei einer Massenveranstaltung – möglicherweise bei einem Protestzug – geplant haben, teilte der Geheimdienst mit.

Russland geht seit Jahren hart gegen mutmaßliche Islamisten vor. In Syrien und im Irak sollen sich Tausende Freiwillige aus Russland und Zentralasien der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen haben. In Südrussland und im Nordkaukasus kämpfen auch kriminelle Banden sowie Islamisten gegen die Zentralregierung.

RND/dpa