Mittwoch , 28. Oktober 2020
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern, hat in der Corona-Krise die Regeln für Betriebe verschärft. Quelle: Sven Hoppe/dpa

Nach Corona-Ausbruch in Bayern: Regierung erhöht Bußgeld bei Verstößen

Nach dem Corona-Ausbruch auf einem Gemüsehof in Niederbayern greift Ministerpräsident Markus Söder drastisch durch. Das Bußgeld für Verstöße gegen Hygieneauflagen in Betrieben wird verfünffacht. Landwirtschaftliche Betriebe können nun Tag und Nacht unangemeldet überprüft werden.

München. Nach der Corona-Masseninfektion auf einem Gemüsehof in Niederbayern hat die bayerische Staatsregierung das Bußgeld für Betriebe verfünffacht. Bei Verstößen gegen Hygieneauflagen werden künftig 25.000 Euro statt bislang 5000 Euro fällig, wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag ankündigte.

Als weitere Konsequenz aus dem aktuellen Fall in Mamming (Landkreis Dingolfing-Landau) sollen während der Erntezeit landwirtschaftliche Betriebe in kürzeren Intervallen als bisher geprüft, das sei Tag und Nacht unangemeldet möglich, sagte Söder. Zudem sollten alle Saisonarbeiter in Bayern auf Corona getestet werden.

Fast 500 Menschen unter Quarantäne

Auf einem großen Gemüsebauernhof in Mamming waren mehr als 170 Erntehelfer bei einer Reihenuntersuchung positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Fast 500 Menschen stehen dort nun unter Quarantäne und dürfen den Betrieb nicht mehr verlassen.

RND/dpa