Sonntag , 27. September 2020
Chinesische und US-amerikanische Fahnen sind nebeneinander zu sehen. Der Konflikt beider Großmächte spitzt sich zu. Quelle: Andy Wong/AP/dpa

Verdacht auf Visumsbetrug: USA nehmen chinesische Forscherin fest

Im Konflikt zwischen den USA und China gibt es eine weitere Belastungsprobe. US-Behörden haben eine chinesische Forscherin festgenommen. Sie steht im Verdacht, verheimlicht zu haben, zum chinesischen Militär zu gehören.

San Francisco. Die USA haben eine des Verschweigens ihrer Militärzugehörigkeit verdächtigte chinesische Forscherin in Untersuchungshaft genommen.

Die 37-jährige Juan Tang wurde am Freitag in ein nordkalifornisches Untersuchungsgefängnis eingeliefert, wie aus Gefängnisunterlagen des Bezirks Sacramento hervor ging.

Sie wird verdächtigt, ihre Zugehörigkeit zum chinesischen Militär verheimlicht zu haben, als sie ein Visum beantragte, um in den USA zu arbeiten.

Das Justizministerium hatte die Vorwürfe des Visumsbetrugs gegen Tang und drei andere Wissenschaftler am Donnerstag bekannt gegeben. Es beschuldigte das chinesische Konsulat in San Francisco zunächst, ihr Unterschlupf zu gewähren. Das Konsulat reagierte nicht auf Kommentaranfragen der Nachrichtenagentur AP.

Seit Tagen spitzt sich der Konflikt beider Großmächte weiter zu. Die US-Regierung hatte am Dienstag die Schließung des chinesischen Konsulats in Houston angeordnet. Peking reagiert darauf seinerseits mit einer Verfügung zur Räumung eines US-Konsulats in Chengdu.

RND/AP