Montag , 26. Oktober 2020
(Symbolbild) Quelle: Arne Dedert/dpa

Kostenlose Corona-Tests für alle Reiserückkehrer

Urlauber aus Risikogebieten können sich künftig bei ihrer Ankunft an deutschen Flughäfen auf das Coronavirus testen lassen. Darauf haben sich die Gesundheitsminister der Länder geeinigt. Für alle Reiserückkehrer sollen die Tests kostenlos sein.

Urlaubsrückkehrer sollen sich künftig kostenlos auf das Coronavirus testen lassen können. Für Rückkehrer aus Risikogebieten würden dazu an den Flughäfen Teststellen eingerichtet, sagte die Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) nach Beratungen der Gesundheitsminister und -senatoren am Freitag. Zur Begründung der freiwilligen Tests sagte Kalayci, es gebe weltweit ein dynamisches Infektionsgeschehen. Auch wenn es in Deutschland bisher eher geringere Infektionszahlen gebe, berge die Reisezeit die Gefahr, dass Infektionen und Infektionsketten nach Deutschland eingeschleppt werden.

Bisherige Regelungen wie eine 14-tägige Quarantäne für Einreisende aus Risikogebieten blieben bestehen, betonte Kalayci. Rückreisende aus Risikoländern sollen künftig in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei angesprochen und auf das Angebot der Tests direkt an den Flughäfen hingewiesen werden.

Auch für Reiserückkehrer aus Nicht-Risikoländern kostenlose Tests

Wie Kalayci weiter sagte, sollen sich auch Rückreisende aus Nicht-Risikoländern kostenlos testen lassen können. Das geschehe dann aber nicht im Flughafen, sondern über andere Stellen von den Kassenärztlichen Vereinigungen oder an anderen Teststellen außerhalb der Flughäfen. Für alle Rückreisenden würden die Kosten übernommen, sagte Kalayci.

Nach den Worten der Berliner Gesundheitssenatorin werden auch die sogenannten Aussteigekarten für Rückkehrer aus Risikogebieten wieder eingeführt. Angestrebt werde, dies künftig digital umzusetzen. “Zur Zeit ist es viel Papier”, sagte Kalayci. Die Aussteigekarten sollen stichprobenartig kontrolliert werden. Auch bei Wiedereinreisen über die Straße solle es an grenznahen Einreisepunkten stichprobenartige Kontrollen geben.

RND/dpa