Dienstag , 22. September 2020
Bundespolizisten treiben in Portland Demonstranten von "Black Lives Matter" auseinander. Quelle: Noah Berger/AP/dpa

US-Justizministerium will Gewaltvorwürfe gegen Bundespolizei prüfen

Das Verhalten von Bundespolizisten in den US-Staaten Portland und Washington soll untersucht werden. Der Generalinspekteur des Justizministeriums will prüfen, ob die Beamten Gewalt angewandt haben. So war etwa Ted Wheeler, der Bürgermeister von Portland, von Bundespolizisten mit Tränengas besprüht worden.

Washington. Der Generalinspekteur des US-Justizministeriums hat eine Untersuchung zum Verhalten von Bundespolizisten in Portland und Washington angekündigt. In Portland werde Vorwürfen der Gewaltanwendung nachgegangen, hieß es am Donnerstag. In der Hauptstadt werde das Training der Bundespolizisten untersucht, die bei Protesten auf dem Lafayette Square beim Weißen Haus im Einsatz waren, und die Anweisungen an diese.

Von Kongressabgeordneten und aus der Öffentlichkeit waren Bedenken wegen der Einsätze laut geworden. Der Bürgermeister Portlands, Ted Wheeler, war von Bundespolizisten mit Tränengas besprüht worden, während er vor einem Gerichtsgebäude stand. Behörden in Portland und Washington D.C. hatten sich über die Anwesenheit der Bundespolizisten beschwert und sie für die Eskalation der Spannungen verantwortlich gemacht.

Untersucht werden soll unter anderem ob die Beamten sich an Richtlinien des Justizministeriums gehalten haben, wie die Anforderung, sich zu identifizieren, und die Bestimmungen zum Einsatz chemischer Stoffe.

RND/AP