Donnerstag , 1. Oktober 2020
WHO-Chef Tedros Adhanom bei einer Pressekonferenz (Archivfoto). Quelle: imago images/Xinhua

WHO-Chef wehrt sich gegen Vorwürfe von US-Außenminister Pompeo

US-Außenminister Mike Pompeo soll nach britischen Medienberichten bei einer Veranstaltung gesagt haben, WHO-Chef Tedros sei von der chinesischen Regierung „gekauft“ worden. Tedros wehrt sich nun gegen diese Darstellung. Dies sei „unwahr und inakzeptabel“.

Genf. Der Generalsekretär der Weltgesundheitsorganisation hat US-Außenminister Mike Pompeo schwere Vorwürfe gemacht. Die Aussagen von Pompeo in dieser Woche in London über die WHO seien „unwahr und inakzeptabel“ sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die WHO habe Leben gerettet.

Pompeo hatte laut britischen Medienberichten bei einer Veranstaltung hinter verschlossenen Türen behauptet, Tedros sei in der Coronavirus-Pandemie von der chinesischen Regierung „gekauft“ worden. Es war einer der schärfsten Antworten von Tedros auf seit Monaten anhaltende Kritik aus Washington.

Kritiker sagen, die Regierung von US-Präsident Donald Trump versuche mit der Kritik an der WHO von dem eigenen Versagen in der Krise abzulenken.

Trump hat angeordnet, dass die USA sich im kommenden Jahr aus der WHO zurückziehen, die sie jahrzehntelang unterstützt haben.

RND/AP