Dienstag , 29. September 2020
Demonstranten protestieren mit Masken von Russlands Präsident Wladimir Putin und US-Präsident Donald Trump gegen atomares Wettrüsten - in einem halben Jahr läuft das letzte Abrüstungsabkommen zwischen Russland und den USA aus.

Wettrüsten mit China vermeiden: Trump und Putin sprechen über Abrüstungsabkommen

In einem halben Jahr läuft das letzte große atomare Abrüstungsabkommen zwischen USA und Russland aus. US-Präsident Trump und der russische Präsident Putin verhandeln über die Rettung des Abkommens. Die USA möchten China dabei an den Tisch holen.

Moskau/Washington. US-Präsident Donald Trump hat mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin über die Rettung eines der letzten großen Abrüstungsabkommen gesprochen. Washington wolle unbedingt ein kostspieliges Wettrüsten zwischen den beiden Ländern und China vermeiden, teilte das Weiße Haus am Donnerstag nach einem Telefonat der beiden Staatschefs mit. Der Kreml betonte lediglich, dass bilaterale Verhandlungen wichtig seien.

Konkret ging es bei den Gespräch um den New-Start-Vertrag, das letzte große bilaterale atomare Abrüstungsabkommen der beiden Atommächte USA und Russland. Der Vertrag zur Begrenzung strategischer Atomwaffen läuft in gut einem halben Jahr aus.

China miteinbeziehen?

Die USA pochen schon lange darauf, China bei den Gesprächen um das New-Start-Abkommen mit an den Verhandlungstisch zu holen. China weigert sich aber bisher strikt, über sein relativ kleines, aber wachsendes Atomwaffenarsenal zu verhandeln.

Gespräche zur Rettung des New-Start-Abkommens gab es im Ende Juni in Wien. Die Beratungen dazu sollen demnächst in der österreichischen Hauptstadt fortgesetzt werden. Trump freue sich auf die anstehenden Verhandlungen, hieß es. Kreml nannte das Telefonat “konstruktiv und inhaltsreich”, ging aber nicht weiter auf das Thema ein.

RND/dpa