Donnerstag , 1. Oktober 2020
Ein Checkpoint in Mali: Ein französischer Soldat wurde bei einem Einsatz gegen Islamisten getötet.

Einsatz gegen Islamisten: Französischer Soldat in Mali getötet

Französisches Militär kämpft in Westafrika massiv gegen Islamistenmilizen. In Mali wurde ein Soldat bei einem Einsatz getötet. Präsident Macron sprach den Angehörigen sein Beileid aus.

Paris. Ein französischer Soldat ist am Donnerstag im Einsatz gegen Islamisten in Mali gefallen. Der Soldat des Fallschirm-Husarenregiments von Tarbes sei bei Kämpfen gegen bewaffnete Terroristen getötet worden, nachdem ein Sprengsatz bei der Vorbeifahrt seines Fahrzeugs gezündet worden sei, teilte der Élyséepalast mit.

Präsident Emmanuel Macron sprach den Angehörigen „und allen Waffenbrüdern“ des Soldaten sein Beileid aus. Er begrüßte den Mut und die Entschlossenheit des Militärs in Mali. Erst Anfang Mai war ein französischer Fremdenlegionär im Einsatz dort getötet worden.

Anti-Terror-Einsatz aufgestockt

Die frühere Kolonialmacht Frankreich ist in Westafrika massiv im Einsatz gegen Islamistenmilizen vertreten. Mali ist ein Schwerpunkt. Der Anti-Terror-Einsatz “Barkhane” war im Februar auf rund 5100 Soldaten aufgestockt worden. In den Staaten der Sahelzone – einem Gebiet, das sich südlich der Sahara vom Atlantik bis zum Roten Meer erstreckt – sind etliche bewaffnete Gruppen aktiv.

Einige haben den Terrorgruppen Islamischer Staat (IS) oder Al-Kaida die Treue geschworen. Die Bundeswehr ist in Mali an einem UN-Einsatz und einem Ausbildungseinsatz beteiligt, aber nicht an “Barkhane”.

RND/dpa