Sonntag , 20. September 2020
Das Kapitol in Washington: Die US-Republikaner haben ein neues Konjunkturpaket für Corona-Hilfen vorgestellt. Quelle: Liu Jie/XinHua/dpa

Corona-Hilfen: US-Republikaner stellen neues Konjunkturpaket vor

Die Republikaner im US-Senat haben ein zweites Corona-Rettungspaket vorgestellt. Darin enthalten ist ein Haftungsschutz für Unternehmen und Einrichtungen gegen Coronavirus-Klagen. Die Demokraten kritisieren, dass das Geld nicht ausreiche.

Mit einem neuen Konjunkturpaket in Höhe von einer Billion Dollar wollen die US-Republikaner die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie abfedern. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, Mitch McConnell, sollte die Rettungshilfen am heutigen Donnerstag vorstellen.

Herzstück der Maßnahmen ist ein Haftungsschutz für Unternehmen, Schulen und andere Einrichtungen, wie ein Republikaner der Nachrichtenagentur AP vor der Vorstellung der Pläne sagte. Ziel sei, die Einrichtungen vor etwaigen Coronavirus-Klagen zu schützen.

Den Erwartungen nach soll das Rettungspaket kein neues Geld für US-Staaten und Städte bereithalten. Für die Wiedereröffnung von Schulen und Kinderbetreuungszentren aber soll es dem Vorschlag der Republikaner nach 105 Milliarden beziehungsweise 15 Milliarden Dollar geben.

Demokraten kritisieren niedrige Summe

Die republikanischen Senatoren und US-Präsident Donald Trump streiten sich darüber, wem wie viele Mittel zugute kommen sollen. Die Demokraten kritisieren, die Gesamtsumme von einer Billion Dollar reiche nicht ansatzweise aus, um die Krise zu bewältigen, Schulen zu öffnen und Arbeitslosenhilfe auszubauen.

McConnell selbst hat seinen Vorschlag als “Anfangspunkt” der Verhandlungen mit den Demokraten bezeichnet. Im März bewilligte der US-Kongress ein erstes Rettungspaket in Höhe von 2,2 Billionen Dollar – das höchste in der US-Geschichte.

RND/AP