Mittwoch , 23. September 2020
Joe Biden und Barack Obama. (Archivbild) Quelle: imago images/UPI Photo

Reunion in Corona-Zeiten: Biden und Obama diskutieren Trumps Krisenmanagement

Mit schwarzen Masken und unter Einhaltung des Mindestabstands haben sich Joe Biden und Barack Obama für ein kritisches Gespräch über Donald Trumps Krisenmanagement in Corona-Zeiten getroffen. Das vollständige Video wollen der mögliche künftige und der frühere US-Präsident am Donnerstag über ihre Kanäle in den sozialen Medien streamen. Der vorab veröffentlichte Teaser macht bereits klar: Trump kommt dabei nicht gut weg.

Berlin. Der designierte demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden und der frühere Präsident Barack Obama haben sich für ein Gespräch über die Corona-Krise und mögliche Antworten auf die Pandemie getroffen. In einem am Dienstag veröffentlichten Video-Teaser ist zu sehen, wie die beiden mit Masken und unter Einhaltung des Mindestabstands zusammenkommen.

Dabei ist der Videoschnipsel mit eingespielten Kommentaren unterlegt, in denen Biden und Obama Kritik üben am Umgang von US-Präsident Donald Trump mit der Corona-Krise. “Kannst du dir vorstellen, Präsident zu sein, dich hinzustellen und zu sagen: Das ist nicht meine Verantwortung. Dafür übernehme ich keine Verantwortung”, sagt Joe Biden. “Diese Wörter waren von uns nicht zu hören, als wir im Amt waren”, antwortet Obama.

“Ich kann seine Unfähigkeit zu spüren, was die Menschen durchmachen müssen, nicht verstehen”, ergänzt wiederum Biden. “Er kann das in keiner Weise nachempfinden.”

Biden und Obama wollen vollständiges Video veröffentlichen

Biden und Obama sind für das Gespräch erstmals seit Bidens Wahlkampagne 2020 zusammengekommen. Das vollständige Video wollen die beiden am Donnerstag auf ihren Kanälen in den sozialen Medien posten. Zuerst berichtete unter anderem ABC News über die Zusammenkunft der beiden.

Obama hatte Ende April zugesagt, Bidens Kandidatur für die US-Wahl im November zu unterstützen. Während der achtjährigen Amtszeit von Obama war Biden dessen Vizepräsident.

Die Corona-Pandemie grassiert in den USA besonders schlimm. Nahezu täglich gibt es Rekorde an Neuinfektionen. Bis Dienstag waren Daten der Universität Johns Hopkins zufolge mehr als 140.000 Menschen an den Folgen des Virus gestorben.

RND/cz