Freitag , 25. September 2020
Die Parteivorsitzende der Linken, Katja Kipping. (Archivbild) Quelle: imago images/photothek

Linken-Chefin Kipping wirbt für Einführung der Vier-Tage-Arbeitswoche

Die Parteichefin der Linken, Katja Kipping, würde gern die Vier-Tage-Arbeitswoche einführen. “Gerade jetzt in der Corona-Krise wäre es ein guter Zeitpunkt, um damit anzufangen”, sagt sie. Die Arbeitszeitverkürzung mache Beschäftigte glücklicher, gesünder und produktiver.

Düsseldorf. Linksparteichefin Katja Kipping wirbt für ein neues Kurzarbeitergeld als Anschubfinanzierung für eine flächendeckende Vier-Tage-Arbeitswoche. Ein Jahr sollten Unternehmen, die die Arbeitszeit entsprechend verkürzen, einen Lohnzuschuss bekommen, sagte sie der Düsseldorfer “Rheinischen Post” (Dienstag).

Danach brauche es einen Tarifvertrag oder eine Betriebsvereinbarung über eine Vier-Tage-Woche oder eine Höchstarbeitszeit von 30 Stunden ohne weitere staatliche Co-Finanzierung.

„Die Vier-Tage-Woche macht Beschäftigte glücklicher, gesünder und produktiver“, betonte Kipping. „Gerade jetzt in der Corona-Krise wäre ein guter Zeitpunkt, um damit anzufangen.“ Wenn Mitarbeiter weniger Fehler machten, motivierter und seltener krank seien, profitierten auch die Unternehmen von einer solchen Regelung.

Zudem könne eine Vier-Tage-Woche für mehr Gleichberechtigung sorgen, weil sich Paare seltener entscheiden müssten, wer für die Kinder kürzer trete, erklärte die Linken-Politikerin.

RND/epd