Mittwoch , 23. September 2020
Anja Karliczek (CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung. Quelle: Christian Charisius/dpa/Pool/dpa

Ministerium verdreifacht Gelder für Corona-Forschung

Von 15 auf 45 Millionen Euro stockt das Bundesforschungsministerium die Gelder für die Corona-Forschung auf. Gefördert werden sollen etwa 90 Projekte. Auch will Ministerin Karliczek untersuchen lassen, wie sich die politischen Entscheidungen auf die Gesellschaft ausgewirkt haben.

Berlin. Das Bundesforschungsministerium hat die Fördergelder zur Erforschung des Coronavirus erhöht. Die ursprünglich vorgesehenen Mittel von 15 Millionen Euro seien verdreifacht worden, teilte Ministerin Anja Karliczek (CDU) am Montag in Berlin mit.

Mit nun 45 Millionen Euro sollen knapp 90 “herausragende Projekte” gefördert werden. Genannt wurden Untersuchungen zur Wirksamkeit der Behandlung von Covid-19-Patienten mit Blutplasma von Menschen, die eine Infektion bereits überstanden haben, die Erforschung des Einflusses genetischer Faktoren wie der Blutgruppe auf den Schweregrad der Erkrankung sowie Studien zu ethischen, rechtlichen und sozialen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Pandemie.

„Die Biologie des Virus und seine Verbreitungswege noch besser zu verstehen, ist der Schlüssel für wirksame Therapien und weitere mögliche Maßnahmen zur Eindämmung des Virus. Gleichzeitig wollen wir untersuchen, wie sich die politischen Entscheidungen und sozialen Empfehlungen im Zusammenhang mit der Pandemie auf jeden einzelnen und unsere Gesellschaft als Ganzes auswirken“, sagte Karliczek. Mit der Förderung werde die Unterstützung des Ministeriums zur Impfstoffentwicklung und zur Stärkung der Universitätsmedizin ergänzt.

RND/dpa