Mittwoch , 23. September 2020
Ghassem Soleimani, der frühere General der iranischen Al-Kuds-Brigaden. Quelle: Uncredited/Office of the Iranian

Tod von General Soleimani: Iran richtet Mann nach Todesurteil hin

Bei einem Drohnenangriff der USA im Januar ist der iranische Top-General Ghassem Soleimani getötet worden. Ein Insider soll angeblich mit der Weitergabe von Informationen dazu beigetragen haben. Die iranische Justiz richtete ihn nun hin.

Teheran. Ein im Iran wegen Weitergabe von Informationen über einen prominenten General der Revolutionsgarde an die USA und Israel schuldig gesprochener Mann ist hingerichtet worden.

Das Todesurteil sei ausgeführt worden, berichtete das staatliche Fernsehen am Montag, ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Bei dem mutmaßlich ausspionierten General handelte es sich um Ghassem Soleimani, der später bei einem US-Drohnenangriff in Bagdad getötet wurde.

Die Justiz hatte im Juni erklärt, der nun Hingerichtete habe Verbindungen zur CIA und zum Mossad, Geheimdiensten der USA und Israels. Er habe Sicherheitsinformationen über die Garde und deren Eliteeinheit Al-Kuds-Brigaden weitergegeben. Soleimani war Kommandeur der Brigaden.

Bei dem Drohnenangriff im Januar wurden auch Abu Mahdi al-Muhandis, der Vizekommandeur der vom Iran unterstützten Volksmobilisierungskräfte im Irak, und fünf weitere Menschen getötet. Der Iran übte mit einem Raketenangriff auf US-Truppen im Irak Vergeltung für die Tötung Soleimanis.

Am selben Abend schossen die Revolutionsgarden in Teheran irrtümlich ein ukrainisches Passagierflugzeug ab. In Erwartung eines Gegenangriffs hatten sie die Boeing für eine angreifende Rakete gehalten. Alle 176 Menschen an Bord kamen ums Leben.

RND/AP