Mittwoch , 30. September 2020
Mag seine drei letzten Amtsvorgänger nicht: US-Präsident Donald Trump. Quelle: imago images/UPI Photo

Das Weiße Haus versteckt Bush- und Clinton-Porträts

Aus den Augen, aus dem Sinn. Im Weißen Haus wurden die Porträts von Bill Clinton und George W. Bush abgehängt und in einen wenig sichtbaren Nebenraum verbannt. Die Aktion zeigt Donald Trumps schwieriges Verhältnis zu seinen Amtsvorgängern.

Washington. Donald Trump steht mit seinem Amtsvorgänger Barack Obama öffentlich auf Kriegsfuß. Doch auch von den ehemaligen Präsidenten George W. Bush und Bill Clinton hält Trump wenig. Diese Abneigung führte nun offenbar zu einer geradezu kindisch wirkenden symbolträchtigen Aktion: Wie der Nachrichtensender CNN berichtet, wurden die offiziellen Porträts von Bush und Clinton aus dem Großen Foyer des Weißen Hauses entfernt und in einen Raum gehängt, der aktuell vor allem als Abstellkammer genutzt werde. Die Bilder seien durch Porträts zweier Republikanischer Präsidenten ersetzt worden, die vor über 100 Jahren im Amt waren – William McKinley und Theodore Roosevelt.

Das Weiße Haus breche damit mit der Tradition, die Porträts der jüngsten Präsidenten an prominentester Stelle zu zeigen, wo sie für Gäste bei offiziellen Anlässen sichtbare sind, so CNN. Die Bilder von Clinton und Bush seien nun in den Old Family Dining Room verlegt worden, einen kleinen, selten genutzten Raum, der momentan hauptsächlich als Abstellraum zur Aufbewahrung ungenutzter Tischdecken und Möbel genutzt werde.

Die Trump-Regierung breche darüber hinaus auch mit einer weiteren Tradition in Bezug auf die Präsidenten-Porträts: Eigentlich enthülle jeder Präsident das Porträt seines Vorgängers in einer offiziellen Zeremonie, berichtet CNN. Trump habe jedoch nicht vor, das Bildnis seines ihm verhassten Vorgängers im Laufe seiner aktuellen Amtszeit zu enthüllen.

RND/feh