Mittwoch , 23. September 2020
Georg Bätzing, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, betont die Bedeutung des Judentums. Quelle: Andreas Arnold/dpa

Bischof Bätzing: “Wer Juden angreift, greift Demokratie an”

Sonntag feiert der Zentralrat der Juden in Deutschland sein 70-jähriges Bestehen. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hob anlässlich dessen die Bedeutung des Judentums hervor. Er betonte auch, wie sich die christlich-jüdischen Beziehungen mit der Zeit gewandelt hätten.

Bonn. Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Georg Bätzing, hat die Bedeutung des Judentums betont. Anlass ist das 70-jährige Bestehen des Zentralrates der Juden in Deutschland am 19. Juli.

“Angriffe auf Juden sind Angriffe auf unsere Demokratie und unser Zusammenleben. Seien Sie gewiss, dass die katholische Kirche auch weiterhin im Kampf gegen Antisemitismus an Ihrer Seite stehen wird”, schrieb Bätzing in einem Brief an den Präsidenten des Zentralrates, Josef Schuster.

Dabei wies der Bischof vor allem auf die von den Ursprüngen bis heute gültigen Aufgaben des Zentralrates hin. Von Anfang an habe er vor Herausforderungen wie der Integration verschiedener religiöser Strömungen in der jüdischen Gemeinschaft gestanden.

Wandel des christlich-jüdischen Verhältnisses

Auch die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Nationalsozialismus und der Ermordung europäischer Juden sei ein wichtiger Bestandteil der Arbeit des Zentralrates.

Bätzing erinnerte außerdem an die grundlegende Wandlung des christlich-jüdischen Verhältnisses in den zurückliegenden 70 Jahren. Aus kleinen, mühsamen Anfängen sei mittlerweile eine Kultur des Dialogs zwischen Christen und Juden entstanden.

RND/dpa