Freitag , 18. September 2020
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, trifft zum EU-Gipfel im Gebäude des Europäischen Rates ein. Quelle: John Thys/AFP Pool/dpa

EU-Gipfel: Von der Leyen warnt vor einem Debakel

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat betont, wie wichtig eine Einigung der EU-Länder zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise ist. Die Regierungschefs der EU-Länder beraten am heutigen Freitag über ein Konjunkturprogramm von 750 Milliarden Euro. Dabei treffen sie sich erstmals seit der Corona-Pandemie wieder persönlich.

Brüssel. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat vor einem Scheitern des EU-Sondergipfels über das Milliarden-Programm zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise gewarnt.

“Die ganze Welt beobachtet Europa – ob wir in der Lage sind, gemeinsam aufzustehen und diese Corona-bedingte Wirtschaftskrise zu überwinden”, sagte von der Leyen kurz vor Beginn der Gespräche mit den Staats- und Regierungschefs.

Auch die Menschen in Europa erwarteten eine Lösung, denn es seien ihre Arbeitsplätze, die gefährdet seien. “Sie sind dem Risiko des Virus nach wie vor ausgesetzt und wir werden lernen müssen, mit dem Virus zu leben.”

Es stehe bei den Verhandlungen viel auf dem Spiel, sagte von der Leyen. „Der Tag heute ist von unglaublicher Wichtigkeit.“

Regierungschef treffen sich erstmals wieder persönlich

Bei dem Sondergipfel in Brüssel geht es konkret um den Vorschlag der EU-Kommission, 750 Milliarden Euro an den Finanzmärkten aufzunehmen und das Geld dann in ein Konjunktur- und Investitionsprogramm zur Bewältigung der Corona-Wirtschaftskrise zu stecken. Zudem ist eine Einigung über den kommenden siebenjährigen EU-Finanzrahmen nötig.

Der Gipfel ist für zwei Tage angesetzt. Es ist das erste Mal seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie, dass sich die EU-Staats- und Regierungschefs wieder persönlich in Brüssel treffen.

RND/dpa