Samstag , 26. September 2020
William Barr, Justizminister der USA, glaubt, dass China einen wirtschaftlichen Blitzkrieg führt. Quelle: Patrick Semansky/AP/dpa

US-Justizminister Barr beklagt Abhängigkeit von chinesischen Gütern

In der Corona-Krise verurteilt die USA China scharf. Justizminister William Barr wirft der chinesischen Regierung vor, Forschungsergebnisse von US-Universitäten in der Entwicklung eines Corona-Impfstoffs zu stehlen. Er findet, dass die USA zu abhängig von chinesischen Gütern sind.

Washington. Die USA sind nach Ansicht von Justizminister William Barr zu sehr von chinesischen Gütern wie Masken und anderer Schutzausrüstung abhängig.

Die Volksrepublik sei in einen wirtschaftlichen Blitzkrieg involviert, der die Regierung und die gesamte Gesellschaft umfasse und das Ziel habe, die Vereinigten Staaten als Supermacht abzulösen, sagte Barr am Donnerstag bei einer Rede am Museum Gerald R. Ford in Grand Rapids in Michigan.

Barr warf Hackern mit Verbindungen zur chinesischen Regierung auch vor, US-Universitäten ins Visier zu nehmen und Forschungsergebnisse im Zusammenhang mit Impfstoffentwicklungen gegen das Coronavirus zu stehlen. Ähnliche Vorwürfe hatten mehrere Länder Stunden vorher auch gegen Russland erhoben.

USA wirft China Wirtschaftsspionage vor

In den vergangenen Wochen hatten Regierungsvertreter der USA China vermehrt Wirtschaftsspionage vorgeworfen. Der Direktor der Bundespolizei FBI, Chris Wray, sagte kürzlich, die Behörde eröffne etwa alle zehn Stunden Geheimdienstermittlungen gegen China.

RND/AP