Freitag , 23. Oktober 2020
Philipp Amthor Anfang Juli im Bundestag. Quelle: imago images/Christian Spicker

Amthor: “Enttäuschten Erwartungen werde ich mit starkem Einsatz begegnen”

Wegen seiner Nebentätigkeit und Lobbyarbeit für das US-Unternehmen Augustus Intelligence war Philipp Amthor massiv in die Kritik geraten. Daraufhin hatte er auf seine Kandidatur auf den CDU-Landesvorsitz in Mecklenburg-Vorpommern verzichtet. Nun meldet er sich zurück – via Social Media.

Schwerin. Der wegen Lobbyismus-Vorwürfen in die Kritik geratene Philipp Amthor (CDU) will das verloren gegangene Vertrauen mit Sacharbeit im Parlament zurückgewinnen. “Enttäuschten Erwartungen werde ich mit starkem Einsatz begegnen – gewohnt leidenschaftlich für meinen Wahlkreis, in den ich euch ab Anfang August wieder mitnehmen werde”, schrieb der Bundestagsabgeordnete am Mittwoch in den sozialen Netzwerken Facebook und Instagram.

Zuvor hatte der “Nordkurier” darüber berichtet. Nach dem Ende der Sitzungszeit im Bundestag habe er sich in seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern viele Gedanken gemacht, so Amthor weiter.

Amthor war wegen seiner Nebentätigkeit und Lobbyarbeit für das US-amerikanische IT-Unternehmen Augustus Intelligence stark in die Kritik geraten. Der 27-Jährige bezeichnete die Tätigkeit inzwischen als Fehler und hat die Zusammenarbeit nach eigenen Angaben beendet. Die ihm eingeräumten Aktienoptionen habe er zurückgegeben. Amthor gab auch seine stellvertretende Mitgliedschaft im Amri-Untersuchungsausschuss auf.

Ursprünglich wollte er Vorsitzender der Nordost-CDU werden. Es galt als ausgemacht, dass Amthor Landesvorsitzender werden soll. Die Landesjustizministerin Katy Hoffmeister hatte ihre Kandidatur zurückgezogen.

Amthor wurden zudem gute Chancen eingeräumt, bei der Landtagswahl im kommenden Jahr gegen Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) anzutreten.

RND/dpa