Sonntag , 27. September 2020
Blick in die Hinrichtungskammer des San Quentin Gefängnis, in der Häftlinge per Injektion getötet werden.

USA: Gericht stoppt weitere Hinrichtung auf Bundesebene

17 Jahre lang waren in den USA keine Todesurteile auf Bundesebende vollstreckt worden. Jetzt sollte bereits der zweite Häftling in einer Woche hingerichtet werden. Ein Gericht stoppte die Hinrichtung jedoch vorerst – weil der Verurteilte laut seinen Angaben an Demenz leidet.

Washington. Die Hinrichtung eines zum Tode verurteilten Straftäters in den USA wird vorerst nicht stattfinden. Ein Gericht in Washington stoppte am Mittwoch Pläne der US-Regierung, zum zweiten Mal seit 17 Jahren einen Insassen eines Bundesgefängnisses hinrichten zu lassen.

Wesley Ira Purkey ist den Angaben seiner Anwälte zufolge an Demenz erkrankt und nicht in der Lage, zu verstehen, warum die Regierung ihn exekutieren lassen will.

Am Dienstag war bereits der Insasse Daniel Lewis Lee im US-Bundesgefängnis Terre Haute in Indiana hingerichtet worden. Es war die erste Hinrichtung in den USA seit 2003, die auf Bundes- und nicht auf Staatsebene stattfand.

RND/AP