Mittwoch , 28. Oktober 2020
US-Präsident Donald Trump rüstet mächtig auf und stellt 300 neue Wahlkämpfer ein - so viel, wie nie ein Republikaner zuvor. Im November 2020 tritt er bei der Wahl um eine zweite Amtszeit gegen den Demokraten Joe Biden an. Der kann nicht auf so viele Mittel setzen wie Trump. Quelle: imago images/UPI Photo/ZUMA Press/RND Montage Behrens

Trump macht Ernst – und stellt Hunderte neue Wahlkämpfer ein

In den Umfragen liegt US-Präsident Donald Trump aktuell hinter seinem designierten demokratischen Herausforderer Joe Biden. Knapp vier Monate vor der Wahl will er seine Kampagne noch einmal ordentlich anschieben und stellt dafür 300 zusätzliche Mitarbeiter ein. Es ist damit die größte Wahlkampfoperation eines Republikaners jemals.

Washington. Weniger als vier Monate vor der Wahl in den USA bauen Präsident Donald Trump und seine Republikaner ihre Wahlkampfoperation massiv aus. 300 zusätzliche Mitarbeiter seien eingestellt worden, um ab Mittwoch in 20 ausgewählten US-Staaten um Wählerstimmen zu werben, teilte die Organisation Trump Victory am Montag mit.

Damit sind mittlerweile 1500 bezahlte Wahlkampfhelfer für Trump im Einsatz – zusätzlich zu 1,4 Millionen Freiwilligen. Es ist damit die größte Wahlkampfoperation eines Republikaners jemals. 2,2 Millionen Freiwillige verhalfen Ex-Präsident Barack Obama 2012 zur Wiederwahl.

Umfragen zufolge liegt Trump hinter seinem designierten demokratischen Herausforderer Joe Biden. Doch sein Team argumentiert, dass das auch bei der letzten Wahl gegen Hillary Clinton so ausgesehen und Trump dann trotzdem gewonnen hätte.

Trump will im direkten Wählerkontakt punkten

Damals war es auch Clinton, die deutlich mehr Wahlkämpfer in den einzelnen Staaten hatte, doch am Ende nützte es ihr nicht. Trump mobilisierte seine Wähler vor allem über das Internet. Aber sein Team will diesmal auch im direkten Kontakt mit jenen Wählern punkten, die unentschlossen sind, und vor allem mit jenen, die eigentlich gar nicht wählen wollen.

Trump und die Republikaner profitieren vor allem davon, dass sie im Moment noch deutlich mehr Geld in der Wahlkampfkasse haben als Biden. Der Demokrat konnte zwar zuletzt mehr Spenden einsammeln als Trump, aber hinkt mit seiner Wahlkampfoperation noch hinterher. Er verfügt nach letztem Stand über nicht einmal halb so viele bezahlte Wahlkämpfer wie der Präsident.

RND/AP