Mittwoch , 12. August 2020
Der Hausmeister einer Grundschule in De Moines im US-Bundesstaat Iowa. Quelle: Charlie Neibergall/AP/dpa

Gouverneur von Texas warnt: “Denke, die Zahlen werden nächste Woche schlechter aussehen”

In den USA steigen die Corona-Infektionszahlen immer weiter. 29 Bundesstaaten, darunter die bevölkerungsreichen Staaten Texas und Kalifornien, melden deutlich zunehmende Zahlen. Der Gouverneur von Texas warnt vor einer dramatischen Entwicklung.

Berlin. Der US-Bundesstaat Texas erwartet einen weiteren dramatischen Anstieg der Corona-Infektionen. Der Gouverneur von Texas Greg Abbott sagte dem Sender KRIV-TV: “Ich denke, die Zahlen werden nächste Woche schlechter aussehen, und wir müssen sicherstellen, dass in der Gegend von Houston viele Krankenhausbetten zur Verfügung stehen.”

In Texas wurden allein am Donnerstag 105 Corona-Tote gemeldet, ein 24-Stunden-Rekord für den Bundesstaat mit der nach Kalifornien zweitgrößten Bevölkerungszahl.

Insgesamt wurden laut Johns Hopkins Universität am Freitag in den USA 63.900 neue Corona-Infektionsfälle gemeldet. Die Gesamtzahl der Infektionen liegt dort nun bei über drei Millionen. Über 130.000 Menschen sind an den Folgen des Virus gestorben.

29 der 50 Bundesstaaten meldeten laut CNN einen Anstieg der Zahlen in der vergangenen Woche.

Positive Tests bei 18- bis 49-Jährigen

Kalifornien meldete demnach zum Ende der Woche 300.000 Corona-Fälle und 149 Corona-Todesfälle binnen eines Tages, ebenfalls ein neuer 24-Stunden-Rekord. Die Zahl der positiv getesteten Personen steige stetig. 60 Prozent der Corona-Infektionen beträfen hier Menschen im Alter zwischen 18 bis 49 Jahren.

Wegen mehrerer Infektionsfälle in Gefängnissen entlässt Kalifornien 8000 Gefangene vorzeitig.

Im County Miami Dade, einem der Corona-Hotspots in Florida, fielen 33 Prozent der Corona-Tests positiv aus. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen wegen Corona stieg in den vergangenen 13 Tagen um 76 Prozent.

Höchstzahlen neuer Covid-19-Infektionen gab es auch in Utah, Louisiana und Georgia, berichtete CNN unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden.

Wegen der hohen Infektionszahlen steht US-Präsident Donald Trump wenige Monate vor der nächsten Präsidentschaftswahl unter Druck. Seine Zustimmungsraten sind gesunken.

RND/vat