Samstag , 24. Oktober 2020
Indigene und Sozialaktivisten bei einer Demonstration für Menschenrechte in Cali, Kolumbien am 30. Juni 2020. Quelle: imago images/Agencia EFE

Anführer eines indigenen Volkes in Kolumbien getötet

Der Anführer eines indigenen Volkes ist in Kolumbien getötet worden. Rodrigo Salazar wurde nahe der Hafenstadt Tumaco im Süden des Landes erschossen. In Kolumbien werden immer wieder soziale Anführer, Dorfvorsteher und Menschenrechtler getötet.

Tumaco. Im Süden von Kolumbien ist ein Anführer des indigenen Volkes der Awá getötet worden. Rodrigo Salazar sei nahe der Hafenstadt Tumaco im Department Nariño von Unbekannten erschossen worden, teilte der Nationale Indigenenverband (ONIC) am Donnerstag (Ortszeit) mit.

Er war der stellvertretende Gouverneur des Reservats Piguambí Palangala. “Wir verurteilen den Mord an dem indigenen Anführer Rodrigo Salazar”, hieß es in einer Mitteilung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS). “Schluss mit der Gewalt.”

In Kolumbien werden immer wieder soziale Anführer, Dorfvorsteher und Menschenrechtler getötet. Im laufenden Jahr sind es bereits 37 Aktivisten, 49 weitere Fälle werden noch untersucht.

Hinter der Gewalt stecken meist kriminelle Banden, Abspaltungen linker Guerillagruppen und Nachfolgeorganisationen der rechten Paramilitärs. Menschenrechtsgruppen haben die kolumbianische Regierung bereits mehrfach dazu aufgerufen, die Aktivisten besser zu schützen.

RND/dpa