Samstag , 26. September 2020
Mithilfe einer Corona-Warn-Ampel soll die Infektionslage in den österreichischen Bezirken kontrolliert werden. Quelle: Johann Groder/APA/EXPA/dpa

Coronavirus: Österreich will Ampel-Warnsystem einführen

Rund 1150 Österreicher haben sich derzeit mit dem Coronavirus infiziert. Um die Infektionen besser zu verfolgen, setzt das Land jetzt auf ein Ampel-Warnsystem.

Wien. Österreich will ein landesweites Corona-Ampelsystem einführen. In vier Farben von grün bis rot soll darin die Infektionslage auf Ebene der Bezirke (entsprechend etwa der Kreisebene in Deutschland) eingestuft werden.

Kurz: Landesweite Einschränkungen ersparen

Neben den Ansteckungszahlen sollen auch die Nachverfolgbarkeit der Fälle, die Testzahlen und die örtlichen Kapazitäten der Krankenhäuser eine Rolle spielen, erklärte der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag in Wien.

Ziel sei ein einheitliches Vorgehen, das trotzdem regionalen Handlungsspielraum zulasse. “Wir wollen uns österreichweite Maßnahmen so lange wie möglich ersparen”, so Kurz.

Mehr als 1000 Infizierte derzeit gemeldet

Zudem sollen die Screening-Programme etwa in Risikobetrieben oder dem Tourismus verstärkt werden. Für die Nachverfolgung von Kontakten und die Überwachung verhängter Quarantänemaßnahmen will die Regierung außerdem 300 Soldaten und 500 Polizisten abstellen.

In Österreich gibt es aktuell rund 1150 aktiv an Covid-19 Erkrankte, mit Abstand die meisten von ihnen in Oberösterreich und in Wien. 78 Patienten liegen in Krankenhäusern, zwölf von ihnen auf der Intensivstation.

RND/dpa