Samstag , 24. Oktober 2020
Israels Generalstabschef Aviv Kochavi (l.) gemeinsam mit Premierminister Benjamin Netanjahu. Kochavi musste sich nun in Quarantäne begeben. Quelle: imago images/UPI Photo

Israels Militärchef und über 9000 Soldaten in Quarantäne

Der israelische Generalstabschef Aviv Kochavi musste sich in Quarantäne begeben, nachdem er Kontakt mit einem positiv auf das Coronavirus getesteten Soldaten hatte. Auch andere Offiziere und über 9100 Soldaten befinden sich in Quarantäne. 316 Soldaten sind laut Militärangaben derzeit mit dem Coronavirus infiziert.

Tel Aviv. Das Coronavirus breitet sich auch in der israelischen Armee aus. Generalstabschef Aviv Kochavi und andere Offiziere müssten sich in Quarantäne begeben, teilte die Armee am Donnerstag mit. Der ranghöchste Militär sei vor etwa einer Woche mit einem Soldaten in Kontakt gekommen, der inzwischen positiv auf das Coronavirus getestet worden sei. „Der Generalstabschef fühlt sich gut, hat keine Symptome, und wird sich bald einem Test unterziehen“, hieß es weiter.

Am Mittwoch musste sich bereits Verteidigungsminister Benny Gantz nach einem möglichen Kontakt mit einem Corona-Infizierten in Quarantäne begeben. Auch Jerusalem-Minister Rafi Perez teilte am Donnerstag bei Twitter mit, er begebe sich in Heimisolation, nachdem sich einer seiner Berater mit dem Coronavirus infiziert habe.

316 Soldaten infiziert, etwa 9100 in Quarantäne

Eine israelische Armeesprecherin bestätigte am Donnerstag, 316 Soldaten seien gegenwärtig mit dem Virus infiziert. Rund 9100 Soldaten und Armee-Mitarbeiter befänden sich in Quarantäne.

Israel veröffentlicht die Zahl seiner Soldaten aus Sicherheitsgründen nicht. Sie wird auf rund 170.000 aktive Soldaten und 445.000 Reservisten geschätzt.

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel hatte zuletzt einen Höchstwert erreicht, es wurden verschiedene neue Beschränkungen verhängt.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 33.947 Menschen in Israel nachgewiesen worden; 344 Infizierte sind gestorben.

RND/dpa