Donnerstag , 22. Oktober 2020
Norbert Röttgen stellt sich hinter den Kompromiss zur Frauenquote, sieht aber auch Verbesserungsbedarf. Quelle: imago images/Future Image

Röttgen stützt Kompromiss zu CDU-Frauenquote – “reicht aber nicht”

Die CDU-Spitze hat sich darauf geeinigt, die Frauenquote in der Partei bis 2025 schrittweise auf 50 Prozent anheben zu wollen. Der Bewerber um den Vorsitz, Norbert Röttgen, befürwortet den Kompromiss. Zugleich hält er ihn für nicht ausreichend.

Berlin. Der CDU-Politiker Norbert Röttgen hat sich hinter den Kompromiss der Parteispitze für eine schrittweise Frauenquote von 50 Prozent bis zum Jahr 2025 gestellt. “Ich unterstütze den gefundenen Kompromiss”, sagte Röttgen, der auf dem CDU-Parteitag Anfang Dezember in Stuttgart Nachfolger von Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer werden will, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

“Ich glaube, dass der Kompromiss auch auf dem Parteitag breit getragen wird.” Zugleich fügte der Außenpolitiker an: “Er reicht aber nicht, um mehr Frauen für die CDU zu gewinnen.”

„Die CDU muss die besonderen Belange von Frauen thematisch und in der Parteiarbeit zu einem dauerhaften Schwerpunkt machen“, forderte Röttgen. „Ganz wichtig dabei ist die Vereinbarkeit von Familie – sowohl mit Beruf als auch mit ehrenamtlicher Parteiarbeit.“ Die Delegierten in Stuttgart würden das Thema sicherlich noch einmal intensiv diskutieren.

CDU einigt sich auf Frauenquote – Was sagt der Parteitag?

Die Struktur- und Satzungskommission der CDU hatte sich am Mittwoch nach langen Verhandlungen auf einen Kompromiss bei der Frauenquote verständigt. Die Quote soll für Vorstandswahlen ab der Kreisebene gelten.

Die endgültige Entscheidung muss aber der Parteitag treffen, bei dem auch ein neuer CDU-Vorsitzender gewählt werden soll. Neben Röttgen kandidieren NRW-Ministerpräsident Armin Laschet und der Wirtschaftspolitiker Friedrich Merz.

RND/dpa