Freitag , 18. September 2020
Franziska Giffey (SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, stellt die nationale Gleichstellungsstrategie "Stark für die Zukunft" vor. Quelle: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/

Giffey begrüßt Pläne für Frauenquote in der CDU

Die CDU will in der Partei eine Frauenquote einführen. Beifall kommt vom Koalitionspartner. Bundesfrauenministerin Giffey (SPD) sagt: „Schön, dass es auch dort angekommen ist.“

Berlin. Frauenministerin Franziska Giffey hat die Pläne der CDU-Spitze für eine Frauenquote in der Partei begrüßt. Sie finde die Entwicklung „sehr gut“, sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch in Berlin.

“Man könnte ja sagen, schön, dass es auch dort angekommen ist.” Sie hoffe, dass die Frauen in der Union auch durchsetzten und der Parteitag den Plänen zustimme – denn das ist Voraussetzung dafür, dass eine Quote kommt.

“Ich finde es gut, wenn es überall Bewegung gibt, dass man eben für eine gleichberechtigte Teilhabe auch sorgt.” Das betreffe auch die Parteienlandschaft.

Der Kompromissvorschlag der CDU für eine stärkere Beteiligung von Frauen sieht für Vorstandswahlen ab der Kreisebene ab dem 1. Januar 2021 eine Frauenquote von 30 Prozent vor, die schrittweise ansteigt und ab 2025 bei 50 Prozent liegen soll. Die Regelung soll für Gruppenwahlen von Vorständen etwa für stellvertretende Vorsitzende und Beisitzer gelten, aber nicht für Einzelwahlen etwa von Vorsitzenden oder Schatzmeistern auf Bundesebene.

Von der Frauenquote soll abgewichen werden können, wenn nicht genügend Bewerberinnen kandidieren.

RND/cle/dpa