Mittwoch , 28. Oktober 2020
Das Logo der Washington Redskins ist auf dem Spielfeld vor dem Beginn eines NFL-Footballspiels der Vorsaison gegen die New England Patriots zu sehen. Quelle: Nick Wass/AP/dpa

“Redskins” und “Indians” wollen Namen ändern – Trump rügt

Angesichts der Debatte um Rassismus und Erinnerungskultur in den USA hatten die Teams „Redskins“ und „Cleveland Indians“ eine Namensänderung angekündigt. Das gefällt dem US-Präsidenten gar nicht. Trump twitterte, Teams würden aus einer Stärke heraus benannt, nicht aus einer Schwäche.

Washington. US-Präsident Donald Trump hat sich in die Debatte über mögliche Namensänderungen bei großen Football- und Baseballclubs eingeschaltet.

Teams würden aus einer Stärke heraus benannt, nicht aus einer Schwäche, twitterte Trump am Montag. Doch nun sehe es aus, als ob die Washington “Redskins” und die”Cleveland Indians” ihre Namen änderten, um politisch korrekt zu sein.

FedEx und andere fordern “Redskins” zu Namensänderung auf

Die “Redskins”, ein Team der National Football League, kündigten am Freitag an, dass sie ihren Vereinsnamen auf den Prüfstand stellten. An der Bezeichnung Redskins (Rothäute) nehmen Gruppen amerikanischer Ureinwohner schon seit Jahrzehnten Anstoß. Bewegung kam nun in die Sache, nachdem der Logistikkonzern FedEx – ein Hauptsponsor der Footballmannschaft – und andere Partner das Team zur Namensänderung aufgefordert hatten.

Später kündigte auch das Major-League-Baseball-Team “Cleveland Indians” an, seinen schon seit Langem umstrittenen Namen überdenken zu wollen. Man fühle sich verpflichtet, positiven Einfluss auf die Gemeinschaft zu nehmen sowie soziale Gerechtigkeit und Gleichberechtigung zu fördern, teilte der Verein mit.

Ausgelöst wurde die Debatte um Rassismus und Erinnerungskultur in Amerika durch den Tod des Schwarzen George Floyd infolge einer brutalen Festnahme durch einen weißen Polizisten in Minneapolis Ende Mai. Der Fall löste auch weltweit Proteste aus.

RND/AP