Wegen rechtsextremistischer Tendenzen: SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken spricht sich für eine Umstrukturierung des Kommando Spezialkräfte (KSK) aus. Quelle: imago images/Christian Spicker/Björn Trotzki/RND Montage Behrens

SPD-Chefin Esken sieht großen Reformbedarf beim KSK

Das Kommando Spezialkräfte (KSK) war zuletzt wegen rechtsextremistischer Vorfälle in die Schlagzeilen geraten. Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer hatte daraufhin eine Umstrukturierung der Truppe angekündigt. Auch SPD-Chefin Esken sieht großen Reformbedarf.

Calw. Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken hält nach den rechtsextremistischen Vorfällen beim Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr umfassende Umstrukturierungen für nötig. Es gehe dabei auch um die Verzahnung des KSK mit der Bundeswehr allgemein bei Personalauswahl und Ausbildung, sagte sie am Montag in Calw nach einem Besuch bei dem Kommando. “Da muss sich sehr wahrscheinlich viel verändern.”

Die Spezialkräfte als Kompetenz würden aber nicht obsolet. “Dass die Kompetenzen gebraucht werden, liegt auf der Hand und bleibt auch wahr. Ob das KSK in seiner Struktur so erhalten werden kann, ist die ganz andere Frage.”

Das KSK im baden-württembergischen Calw hatte seit 2017 immer wieder mit rechtsextremistischen Vorfällen Schlagzeilen gemacht. Bei einer Abschiedsparty für einen KSK-Kommandeur sollen Schweineköpfe geworfen, Rechtsrock gespielt und der Hitlergruß gezeigt worden sein.

In diesem Mai wurde auf dem Grundstück eines KSK-Soldaten in Sachsen ein Waffenversteck mit Munition und Sprengstoff von der Polizei ausgehoben.

Verteidigungsministerin Annegret-Kramp-Karrenbauer (CDU) kündigte nach einem Besuch vor einigen Tagen eine Umstrukturierung des KSK und die Auflösung einer Kompanie an.

RND/dpa