Mittwoch , 12. August 2020
Nigel Farage war als einer der ersten wieder in einem Pub. Quelle: imago images/ZUMA Press

Nach Pubbesuch: Nigel Farage wird vorgeworfen, Quarantäneregeln missachtet zu haben

Die Pubs in Großbritannien haben nach einer längeren Corona-Zwangspause wieder geöffnet. Einer der ersten, der sich ein Bier gönnt, ist Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage. Jetzt wird ihm vorgeworfen, sich nicht an die Quarantäneregeln gehalten zu haben – am 20. Juni war er noch in den USA.

London/Snettisham. Nach mehr als drei Monaten Schließung wegen der Coronavirus-Pandemie haben seit Samstagfrüh die Pubs in England wieder geöffnet. Auch Brexit-Vorkämpfer Nigel Farage frohlockte über die Öffnung der Pubs. “12 Uhr, erster Kunde. Ich liebe es”, schrieb er auf Twitter und postete dazu ein Foto von sich mit einem Glas Bier in der Hand in einem Pub.

Farage gilt als leidenschaftlicher Pub-Besucher. Doch er zog mit dem Post auch Kritik auf sich. Erst am 20. Juni hatte er nämlich ein Foto von sich auf Twitter geteilt, das ihn in den USA zeigte. Für Reisende aus dem Land gilt nach wie vor eine 14-tägige Quarantänepflicht. Farage hätte noch einen weiteren Tag in Isolation verbringen müssen, so der Vorwurf.

Nigel Farage verteidigt sich – Test war negativ

Der Chef der britischen Liberaldemokraten, Ed Davey, schrieb umgehend einen Brief an die Polizei und forderte Ermittlungen. Farage wehrte sich per Twitter: “An alle, die jetzt schreien und rufen, weil ich in den Pub gegangen bin… ich bin seit zwei Wochen zurück aus den USA und wurde getestet – das Ergebnis war negativ.”

Neben Farage war auch Prinz William einer der ersten, der sich ein Pint in einem Pub gönnte. Der 38 Jahre alte Enkel von Queen Elizabeth II. (94) besuchte bereits am Freitagabend einen Pub in der ostenglischen Grafschaft Norfolk in der Nähe seines Landsitzes Anmer Hall.

RND/dpa