Donnerstag , 24. September 2020
Die Juristin Ines Härtel. Quelle: Lisa Müller/ Die Hoffotografen

Ines Härtel erste ostdeutsche Richterin am Bundesverfassungsgericht

Die Jura-Professorin Ines Härtel wird die erste aus Ostdeutschland stammende Richterin am Bundesverfassungsgericht. Der Bundesrat wählte die in Staßfurt bei Magdeburg geborene Juristin am Freitag in den Richterposten in Karlsruhe. derzeit ist sie Professorin an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

Berlin. Die derzeitige Jura-Professorin Ines Härtel wird die erste aus Ostdeutschland stammende Richterin am Bundesverfassungsgericht.

Der Bundesrat wählte die in Staßfurt bei Magdeburg geborene Juristin am Freitag in Berlin in den Richterposten in Karlsruhe. Sie wird im für Grundrechtsfragen zuständigen Ersten Senat Johannes Masing nachfolgen, dessen Amtszeit als Bundesverfassungsrichter im April endete.

Härtel ist derzeit Professorin an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Forschungsschwerpunkte der 48-Jährigen sind nach Angaben der Universität unter anderem Datenschutz- und Digitalrecht, Europa- und Agrarrecht.

Härtel selbst sprach angesichts ihrer Wahl von „großer Freude, Stolz und Demut zugleich“. Gerade im 30. Jahr der deutschen Einheit empfänden viele ihre Wahl als weiteres wichtiges Zeichen für ein gleichberechtigtes Miteinander auch in den Institutionen des Rechts.

Die promovierte Juristin hat seit 2014 den Lehrstuhl für Öffentliches Recht, Verwaltungs-, Europa-, Umwelt-, Agrar- und Ernährungswirtschaftsrecht an der Europa-Universität Viadrina inne.

Härtel wurde 1972 in Staßfurt geboren und wuchs in der DDR auf. Sie studierte in Göttingen, bevor sie einen Lehrauftrag an der Universität Halle-Wittenberg annahm. Später war sie Universitätsprofessorin an der Juristischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, ehe sie an die Viadrina kam.

Zwischen 2017 und 2019 arbeitete Härtel im Nebenamt als Richterin am Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg.

RND/cle/epd