Montag , 26. Oktober 2020
Michel Barnier (r), Chefunterhändler der Europäischen Union für den Brexit, spricht mit David Frost, Europa-Berater des britischen Premierministers, während des Beginns der ersten Runde der Handelsgespräche. Quelle: Olivier Hoslet/EPA Pool/AP/dpa

Verhandlungsrunde zwischen EU und London endet vorzeitig ohne Ergebnis

Die Verhandlungen über ein Handelsabkommen zwischen Großbritannien und der EU kommen nicht voran. Die jetzige Verhandlungsrunde wurde ohne Ergebnis beendet – und zwar einen Tag früher als geplant. EU-Chefunterhändler Barnier sieht nach wie vor „ernsthafte Meinungsunterschiede“.

Brüssel. Die EU und Großbritannien haben ihre jüngste Verhandlungsrunde über ein Handelsabkommen einen Tag früher als geplant und ohne Durchbruch beendet. „Nach viertägigen Diskussionen bleiben immer noch ernsthafte Meinungsunterschiede“, erklärte EU-Chefunterhändler Michel Barnier am Donnerstag.

Dabei sei es das Ziel der intensivierten Verhandlungen gewesen, neuen Schwung aufzubauen. „Unser Ziel war es, die Verhandlungen erfolgreich und schnell auf die Bahn für einen Kompromiss zu bringen“, betonte Barnier. Die EU habe konstruktiv verhandelt. Sie erwarte aber, dass ihre Positionen besser verstanden und respektiert würden, um eine Einigung zu erzielen.

„Wir glauben weiter daran, dass eine Einigung möglich ist und in jedermanns Interesse liegt“, erklärte Barnier. Die Gespräche würden nächste Woche in London weitergeführt. Die nächste Verhandlungsrunde folge dann in der Woche vom 20. Juli.

Ursprünglich war diese Verhandlungsrunde bis Freitag angesetzt. Barnier hatte vorab für diese Runde ein Signal des Kompromisswillens aus London gefordert.

RND/dpa