Freitag , 30. Oktober 2020
Heiko Maas (SPD), Außenminister. Quelle: Christoph Soeder/dpa

Livestream: Bundesaußenminister Maas zu Türkei-Reisen

Türkeireisen dürften hierzulande derzeit nur bei wenigen auf dem Plan stehen – das Land gilt als Risikogebiet. Türkische Minister wollen das diesen Donnerstag mit der Bundesregierung diskutieren. Sehen Sie hier ab 10.45 Uhr live, was Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) zum Türkei-Urlaub sagt.

Berlin. Den Tourismus in der Türkei trifft die Reisewarnung der Bundesregierung hart.

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy kommen am Donnerstag nach Deutschland, um unter anderem über dieses Thema zu sprechen. Cavusoglu will sich mit Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) treffen, Ersoy mit Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU).

Die Bundesregierung hat die im März wegen der Corona-Pandemie verhängte weltweite Reisewarnung inzwischen für 32 europäische Länder aufgehoben.

Für die Türkei und etwa 160 weitere Länder gilt sie aber nach jetzigem Stand bis zum 31. August weiter. Die Türkei trifft das als drittbeliebtestes Urlaubsland der Deutschen nach Spanien und Italien besonders hart. Außerdem hat die Bundesregierung die Türkei zusammen mit rund 130 anderen Ländern als Corona-Risikogebiet eingestuft.

Hier geht es zum Livestream mit Maas und seinem türkischen Amtskollegen

Maas und Cavusoglu äußern sich gegenüber Reportern zu den Gesprächen. Sie können dies live ab 10.45 Uhr (Beginn 11 Uhr) verfolgen. Der Beginn kann sich auch etwas verschieben. Bitte haben Sie Geduld.

Falls Sie den Stream nicht sehen können, klicken Sie bitte hier. (Weiterleitung zu YouTube)

Ankara wirbt schon seit einiger Zeit für deutsche Touristen, bei denen vor allem der Urlaubsort Antalya beliebt ist. Flughäfen und Hotels bereiten sich schon auf ausländische Touristen vor.

Die Einrichtungen müssen sich an zahlreiche Richtlinien halten, an Stränden etwa gilt ein Sicherheitsabstand, am Pool gibt es nur abgepackte Handtücher, und in Flughäfen und Hotels werden Wärmebildkameras eingesetzt.

Die Regierung hat ein Zertifikationsprogramm entwickelt, an dem sich Gastronomen und Hotels freiwillig beteiligen können. Auch deutsche Firmen wie der Tüv Süd stellen Inspektoren.

Durch die Corona-Pandemie sind die Tourismuszahlen in der Türkei stark eingebrochen. Im Mai kamen rund 30 000 Besucher in das Land und damit 99,26 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, wie das Tourismusministerium am Montag mitteilte.

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir warnte die Bundesregierung, dem Drängen der Türkei auf eine Aufhebung der Reisewarnung nachzugeben. “Corona-Reisewarnungen sind in Deutschland keine Verhandlungsmasse für politische Deals – sie dienen dem Gesundheitsschutz, und das muss auch Präsident Erdogan begreifen”, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).