Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Quelle: Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Spahn: Deutschland hat ausreichende Reserven von Remdesivir

Berichten zufolge sollen sich die USA den weltweiten Bestand des möglichen Corona-Medikaments Remdesivir gesichert haben. Das Bundesgesundheitsministerium beruhigt. Der Bund habe bereits mit Verträgen vorgesorgt.

Berlin. Das Bundesgesundheitsministerium hat gelassen auf Berichte reagiert, wonach die USA den weltweiten Bestand des möglichen Corona-Medikamentes Remdesivir für die kommenden drei Monate beanspruchen.

“Der Bund hat sich frühzeitig Remdesivir für die Therapie von Corona-Patienten gesichert. Momentan gibt es noch genug Reserven”, sagte ein Sprecher von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch auf Anfrage des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND).

Zahlen zum Umfang der Reserve nannte er allerdings nicht. Nach Angaben von Teilnehmern sprach Minister Spahn am Mittag im Gesundheitsausschuss des Bundestags von einer Reserve für die Behandlung von “einigen Hundert Patienten”.

Nach einem Bericht der britischen Zeitung “The Guardian” beansprucht die US-Regierung die gesamte Produktionskapazität des Pharmazie- und Biotechnologieunternehmens Gilead Sciences für den Monat Juli sowie 90 Prozent der Kapazität im August und September.

Nach Angaben des Spahn-Sprechers wird noch in dieser Woche mit der Zulassung von Remdesivir für den Einsatz in Europa durch die europäische Arzneimittelbehörde EMA sowie die EU-Kommission gerechnet.

Mit der Zulassung sei die Verpflichtung verbunden, auch in angemessenem Umfang liefern zu können, sagte er: “Wir gehen davon aus, dass Gilead dieser Verpflichtung auch nachkommt.”

Von Tim Szent-Ivanyi/RND