Freitag , 30. Oktober 2020
Eine Bronzestatue des verstorbenen Schauspielers John Wayne auf dem John-Wayne-Flughafen. Quelle: Reed Saxon/AP/dpa

Rassismus-Debatte: US-Demokraten wollen John-Wayne-Flughafen umbenennen

Gleich nach dem Tod des Hollywoodstars hatte der Orange County dem Flughafen 65 Kilometer südöstlich von Los Angeles den Namen John Wayne Airport gegeben. Angesichts der derzeit in den USA schwelenden Rassismus-Debatte wollen nun die dortigen Demokraten den Flughafen wieder umbenennen. Grund sind Interviewäußerungen des Schauspielers.

Los Angeles. Im Zuge der Rassismusdebatte in den USA wollen die Demokraten im Orange County in Kalifornien einen nach Western-Legende John Wayne benannten Flughafen umbenennen.

Grund seien Interviewäußerungen, in denen der 1979 verstorbene Hollywoodstar gesagt hatte, dass er an die Überlegenheit der Weißen (“white supremacy”) glaube und Schwarze noch der Erziehung bedürften, wie der Sender CNN am Montag berichtete.

Nach einem Antrag der Demokraten, über den die Regierung des Verwaltungsbezirks nun entscheiden muss, soll der rund 65 Kilometer südöstlich von Los Angeles gelegene Flughafen einfach Orange County Airport heißen.

Oscar-Preisträger John Wayne („Der Marshall“) personifizierte als Schauspieler die traditionellen Wertvorstellungen der US-Pionierzeit und war für seine konservativen politischen Positionen bekannt. Der Orange County gab dem schon 1923 eröffneten Flughafen gleich nach dem Tod Waynes den Namen des Schaupsielers.

1982 wurde auch eine 2,70 Meter hohe Statue John Waynes errichtet. Dessen Sohn Ethan Wayne hatte CNN zufolge im vorigen Jahr gesagt, die Zitate seines Vaters würden aus dem Kontext gerissen.

RND/dpa