Freitag , 18. September 2020
Nancy Pelosi fordert eine landesweite Maskenpflicht in den USA. Quelle: imago images/UPI Photo

Forderung nach landesweiter Masken-Pflicht für die USA wird lauter

Das Coronavirus ist in den USA nach wie vor nicht auf dem Rückzug. Deshalb fordert nun die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, eine landesweite Maskenpflicht. In einigen Bundesstaaten gilt eine solche Pflicht bereits.

Washington. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in den USA sollte das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit nach Ansicht der Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, landesweit zur Pflicht werden. Dies sei „längst überfällig“ sagte die Demokratin am Sonntag dem Sender ABC. Die Regierung müsse die Bedrohung durch die Pandemie endlich ernst nehmen, forderte sie. Während Präsident Donald Trump von Fortschritten im Kampf gegen das Coronavirus spreche, stünden die USA in Bezug auf Infektionen und Todesfälle in Wahrheit so schlecht da wie kein anderes Land, sagte Pelosi.

Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfiehlt den Menschen in Amerika, in der Öffentlichkeit Masken zu tragen, wann immer es nicht möglich ist, genügend Sicherheitsabstand zu anderen Menschen einzuhalten. Einzelne Bundesstaaten und Städte haben das Tragen von Masken, die Mund und Nase bedecken, inzwischen schon zur Pflicht erklärt, um der Pandemie Einhalt zu gebieten. Trump macht jedoch kein Geheimnis daraus, dass ihm das Tragen von Masken nicht liegt. Dadurch sind Masken inzwischen auch ein Politikum geworden: Trumps Republikaner stehen Masken im Schnitt deutlich häufiger skeptisch gegenüber als die Demokraten.

In den USA gibt es bislang gut 2,5 Millionen bestätigte Coronavirus-Infektionen. Mehr als 125 000 Menschen sind nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen nimmt seit Tagen vor allem im Süden der USA wieder rasant zu. Zuletzt wurden pro Tag rund 40 000 Neuinfektion gemeldet.

RND/dpa