Montag , 28. September 2020
Beim Pariser Ukraine-Gipfel im Dezember 2019 sind weitere Schritte für eine Lösung des Konflikts in der Ostukraine beschlossen worden. Quelle: imago images/Xinhua

Ukraine-Gipfel: Macron und Putin sprechen über neues Treffen

Russlands Präsident und Frankreichs Staatschef haben über einen möglichen weiteren Ukraine-Gipfel gesprochen. Wann das Spitzentreffen stattfinden soll, ist noch nicht klar. Dafür steht fest, dass Deutschland beteiligt sein soll.

Paris/Moskau. Frankreichs Staatschef Emmauel Macron und sein russischer Amtskollege Wladimir Putin haben nach französischer Darstellung über einen möglichen neuen Ukraine-Gipfel gesprochen. Sie stimmten grundsätzlich überein, dass ein Spitzentreffen im sogenannten Normandie-Format, an dem auch Deutschland beteiligt wäre, nützlich sei.

Friedensprozess anstoßen

Es solle von französischer Seite mit Deutschland daran gearbeitet werden, denn ein solcher Gipfel werde in Berlin stattfinden, verlautete am Freitagabend aus Kreisen des Élyséepalastes. Ein möglicher Termin für ein Spitzentreffen blieb zunächst offen.

Zuletzt hatte es einem Gipfel mit Russland, der Ukraine, Deutschland und Frankreich im vergangenen Dezember in Paris gegeben. Kiew und Moskau hatten dabei eine Wiederbelebung des Friedensprozesses für die umkämpften Gebiete in der Ostukraine angestoßen. Die Bezeichnung Normandie-Format leitet sich von der ersten Begegnung dieser Art im Juni 2014 in der französischen Region Normandie ab.

Macron will Russlandbesuch nachholen

Beide Präsidenten betonten laut einer russischen Mitteilung, dass sie sich bald persönlich treffen wollten. Ursprünglich hatte Macron am 9. Mai an der Militärparade zum Sieg über Nazi-Deutschland in Moskau teilnehmen wollen. Wegen der Corona-Krise wurde die Parade aber verschoben, der Besuch fiel aus.

Macron wolle den Besuch im Spätsommer nachholen, wenn es eine Möglichkeit gebe. Putin sagte nach Kremlangaben, dass “Russland nie jene Franzosen vergessen werde, die zusammen mit sowjetischen Soldaten an der Ostfront kämpften”.

RND/dpa