Samstag , 31. Oktober 2020
Der Islamfeind Rasmus Paludan. Quelle: Imago Images/Ritzau Scanpix

Dänemark: Haftstrafe für islamfeindlichen Politiker

Rasmus Paludan hat wiederholt Korane verbrannt und viele Male gegen den dänischen Rassismusparagrafen verstoßen. Ein Gericht verurteilte ihn dafür nun zu einer Haftstrafe. Der islamfeindliche Politiker zeigt sich uneinsichtig.

Kopenhagen. Ein islamfeindlicher Politiker und Anwalt ist in Dänemark unter anderem wegen Verstoßes gegen den Rassismusparagrafen zu drei Monaten Haft verurteilt worden. Ein Monat davon wird ohne Bewährung ausgesprochen und muss sofort abgeleistet werden, wie das Gericht in der Stadt Næstved rund 80 Kilometer südwestlich von Kopenhagen am Donnerstag urteilte.

Die weiteren zwei muss Rasmus Paludan nicht antreten, sofern er über einen Zeitraum von zwei Jahren nicht erneut straffällig wird. Der Gründer und Vorsitzende der Kleinpartei Stram Kurs (Strammer Kurs) darf zudem drei Jahre lang keine Strafsachen als Anwalt behandeln und zwölf Monate lang kein Auto fahren.

Paludan streitet Strafschuld ab

Der 38-jährige Paludan wurde wegen insgesamt 14 Vergehen schuldig gesprochen. Dabei handelte es sich um mehrere Verstöße gegen den dänischen Rassismusparagrafen sowie mehrmalige abfällige Aussagen und Beleidigungen. Der Politiker hat jegliche Strafschuld abgestritten.

Paludan gilt als sehr umstritten in Dänemark, seine Partei als äußerst einwanderungsfeindlich. Er provoziert auf seinen Kundgebungen immer wieder mit dem Verbrennen des Korans, womit er im vergangenen Jahr Ausschreitungen in der Hauptstadt Kopenhagen ausgelöst hatte.

RND/dpa