Freitag , 18. September 2020
Der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden. Quelle: Matt Slocum/AP/dpa

US-Wahl: Demokraten wollen Joe Biden virtuell nominieren

Joe Biden ist der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten. Im November will er Donald Trump die Wiederwahl streitig machen. Vorher jedoch soll er im August noch offiziell nominiert werden – wegen der Corona-Krise allerdings nicht mit dem üblichen Verfahren.

Milwaukee. Trotz steigender Corona-Infektionszahlen in Teilen der USA halten die Demokraten an ihrem für August im Bundesstaat Wisconsin geplanten Parteitag zur Nominierung ihres designierten Präsidentschaftskandidaten Joe Biden fest. Der frühere Vizepräsident plane mit seiner Teilnahme. Parteivertreter aus den Bundesstaaten sollten allerdings nicht nach Milwaukee reisen, sondern möglichst virtuell teilnehmen, teilte das Demokratische Nationalkomitee (DNC) am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Es werde an einem Verfahren gearbeitet, dass es allen Delegierten ermöglichen soll, ihre Stimme virtuell abzugeben, hieß es. Die viertägige Veranstaltung wird demnach von der Arena Fiserv Forum in das kleinere Tagungszentrum Wisconsin Center verlegt.

Biden gilt seit April nach dem Ausscheiden seiner Mitbewerber bereits als designierter Kandidat der Demokraten. Anfang Juni hatte er sich nach eigenen Angaben bei Vorwahlen die nötigen Delegiertenstimmen für die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei gesichert.

Damit erscheint sicher, dass er bei der Wahl am 3. November für die Demokraten gegen den Republikaner Donald Trump antreten wird, der sich um eine zweite Amtszeit bemüht. Biden war unter Präsident Barack Obama Vizepräsident gewesen.

RND/dpa